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NSA betreibt eigenes Spionage-Google

26.08.2014 | 11:15 Uhr |

Der US-Geheimdienst hat laut einem Bericht mit ICREACH eine eigene Suchmaschine entwickelt, in der Miiliarden auspionierte Informationen gespeichert und abrufbar sind.

Die Enthüllungsseite The Intercept berichtet über eine geheime Spionage-Suchmaschine, die der US-Geheimdienst NSA unter dem Namen ICREACH entwickelt habe. Diverse US-Behörden hätten Zugriff auf die Google-ähnliche Suchmaschine. In ihr seien über 850 Milliarden sensible und geheime Datensätze gespeichert. Darunter Telefongespräche, Mails, Smartphone-Standardorte und Internet-Chats. Die Informationen über ICREACH stammen aus geheimen Dokumenten, in deren Besitz The Intercept gelangt sei.

Diese Dokumente würen beweisen, dass die NSA seit Jahren die von ihr ausgespähten Informationen den heimischen Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung stellt. Und das über eine so komfortabel wie Google bedienbare Suchmaschine.

Laut diesen Dokumenten sind auch das FBI, DEA (Drug Enforcment Administritation) und CIA die wichtigsten Partner bei ICREACH. In der Suchmaschine seien auch Millionen von Datensätzen von US-Bürgern gespeichert, denen bisher nie vorgeworfen worden sei, etwas Falsches getan zu haben.

Einer NSA-Präsentation aus dem Jahre 2010 sei zu entnehmen, dass damals über 1000 Analysten von 23 US-Behörden Zugriff auf die Suchmaschine hatten. Das System sei so konzipiert worden, dass es täglich um zwei bis fünf Milliarden neuer Datensätze erweitert werden könne. Gespeichert würden die Daten anhand von 30 Metadaten. Über die Suchmaschine könne ermittelt werden, mit welchen Personen man Mails ausgetauscht habe oder zu welcher Zeit und an welchem Ort man mit ihnen Telefongespräche geführt habe. Da aber nur Metadaten gespeichert werden, sei kein Zugriff auf den Inhalt der Kommunikation möglich.

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