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NSA

Google gibt Nutzerdaten an US-Geheimdienst weiter

08.08.2011 | 18:04 Uhr |

Auf Grundlage des Patriot Act hat der Suchmaschinen-Riese in den vergangenen Monaten in Europa gehostete Nutzerdaten an den US-amerikanischen Geheimdienst ausgehändigt.

Wie Google heute gegenüber der Zeitung WirtschaftsWoche bestätigte, arbeitet der Konzern bei der Terror-Bekämpfung mit den US-amerikanischen Behörden zusammen. So gebe das Unternehmen auf Anfrage sogar in Europa gespeicherte Nutzerdaten heraus, obwohl diese nicht unter den Patriot Act fallen. Google rechtfertigt sich damit, dass der Suchmaschinen-Betreiber ein US-Unternehmen sei.

Google beschwichtigt aufgebrachte Internet-Nutzer jedoch mit der Aussage, dass man derartige Anfragen sehr genau prüfe. Europäische Politiker dürfte dieses Eingeständnis aber nicht sonderlich freuen, denn viele Länder sind der Ansicht, dass die Herausgabe von Nutzerdaten an die USA gegen die europäischen Datenschutzgesetze verstößt. Eine entsprechende Debatte dürfte in den nächsten Wochen also unvermeidbar sein.

So schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Ein Geheimnis ist die Kooperation mit den US-Behörden jedoch nicht. Im so genannten "Google Transparency Report" veröffentlicht das Unternehmen in jährlichen Abständen alle entsprechenden Anfragen. Die USA ist dabei stets stark vertreten. Am häufigsten hat es die National Security Agency (NSA) auf entsprechende Nutzerdaten abgesehen. Unter Kritikern gilt die Behörde als skrupellose Datenkrake, bei der die Google-Mail-, Google-Docs- oder Google+ -Daten europäischer Nutzer wohl nur bedingt in guten Händen sind.

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