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NPAPI-Plug-ins für Chrome vor dem Aus

25.11.2014 | 15:03 Uhr |

Immer seltener werden NPAPI-Plug-ins im Chrome-Browser genutzt. Google will die NPAPI-Plug-ins aber bald ganz aus Chrome verbannen.

Sie sorgen immer wieder dafür, dass der Browser einige Sekunden lang nicht reagiert. Oder verlangsamen den Browserstart. Oder lassen den Browser plötzlich abstürzen. Vor allem aber: Sie bieten immer wieder Einfallstore für Hacker und Malware. Die Rede ist von Browser-Plug-ins. Java und vor allem Flash dürften sicherlich die lästigsten Vertreter dieser nervigen Software-Spezies sein, die in Firefox und in anderen Browsern die Nerven der Anwender strapazieren. Aber auch für das Öffnen von PDF-Dateien im Browser gibt es Plug-ins.

Eine mögliche Technik zur Umsetzung von Plug-ins in Chrome ist NPAPI. Sie stammt noch von Netscape. Diese NPAPI-Plug-ins mustert Google in Chrome aber nun aus. Weil sie Probleme bereiten und diese Browser-Plugins zunehmend an Bedeutung verlieren.

Download: Google Chrome

Google hat eine Auswertung zur Verwendung von Browser-Plugins auf NPAPI-Basis im Chrome-Browser veröffentlicht. Demnach wurde im Monat Oktober 2014 nur noch bei 3,7 Prozent aller Chrome-Installationen das Java-Plug-in gestartet. Bei rund 7 Prozent wurde das Google-Talk-Plug-in benötigt. Spitzenreiter war Microsoft Silverlight mit immerhin 11 Prozent. Und das Plug-in für Facebook  wurde im Oktober 2014 in 3 Prozent aller Chrome-Browser gestartet. Sämtliche Zahlen liegen unter den Werten der Vormonate. Browser-Plug-ins befinden sich also deutlich auf dem Rückzug.

Mit diesem Browser surfen Sie am schnellsten

Warum Google diese Statistik veröffentlicht? Weil Google NPAPI-Plug-ins generell aufs Altenteil schicken will. Bereits im September 2014 teilte Google mit, dass es den Support für Plug-ins in Chrome (NPAPI-Support) einstellen wolle. Um Chrome damit stabiler, schneller und sicherer zu machen.
 
Die Uhr tickt

Derzeit aktiviert Chrome nur eine kleine Liste von Plug-ins standardmäßig, alle anderen muss der Anwender erst aktivieren. Ab Januar 2015 will Google aber alle NPAPI-Plug-ins standardmäßig abschalten. Danach kann man sie erst dann nutzen, wenn man sie bewusst aktiviert hat.

Im April 2015 fällt dann das Fallbeil und alle Plug-ins werden dauerhaft abgeschaltet und deren Download aus dem Chrome Web Store entfernt. Über chrome://flags/#enable-npapi sollen Profis danach aber noch einzelne Plug-ins einschalten können. Ebenso sollen Unternehmen über Enterprise Policy dies tun können. Im September 2015 will Google dann aber auch diese beiden Notlösungen entfernen. Spätestens dann heißt es: Ruhe in Frieden, Plug-in.

Natürlich öffnet Chrome auch weiterhin PDF-Dateien oder spielt Flash ab. Der Browser nutzt dafür aber eine andere Technologie und benötigt dafür keine NPAPI-Plug-ins.

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