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NEC: Wichtiger Entwicklungsschritt bei Quantencomputern

21.02.2003 | 09:23 Uhr |

Forschern der japanischen Firma NEC Corp. ist ein Coup gelungen, der sie ein kleines Stück näher an die Entwicklung von Computern herangeführt hat, deren Rechenleistung heutige Superrechner sehr, sehr alt aussehen lassen würde.

Forschern der japanischen Firma NEC Corp. ist ein Coup gelungen, der sie ein kleines Stück näher an die Entwicklung von Computern herangeführt hat, deren Rechenleistung heutige Superrechner sehr, sehr alt aussehen lassen würde. Dies berichtet unsere Schwesterpublikation "Computerwoche" .

Die NEC-Wissenschaftler sind aber noch weit davon entfernt, tatsächlich ein fertiges Produkt vorzuweisen. Immerhin aber ist es ihnen gelungen, bei ihren Grundlagenexperimenten einen wichtigen Entwicklungsschritt zu machen. Es gelang ihnen, zwei so genannte Quanten-Bits - auch Qubits genannt - für eine Millionstel Sekunde in einer Weise aneinanderzubinden, dass sie wie ein einziges Bit agierten. Solch ein Zustand ist die wesentliche Voraussetzung für das Funktionieren von Quantencomputern.

Ein herkömmliches Bit kennt bekanntlich die Zustände 0 oder 1. Demgegenüber kann sich ein Quantenbit simultan in beiden binären Zuständen befinden. Wächst die Zahl der Quantenbits, die - wie in der jetzt gelungenen Versuchsanordnung erstmals verwirklicht - ineinander verwirkt sind, lassen sich auch dementsprechend mehr binäre Zustände darstellen. Zwei Quantenbits können vier binäre Zustände repräsentieren, die simultan abgearbeitet werden. Drei Quantenbits besitzen bereits acht binäre Repräsentationen und so fort in exponentieller Steigerung. Ein System mit nur zehn Quantenbits könnte demzufolge 1024 Operationen gleichzeitig ausführen analog einem massiv-parallelen Computer. Ein 40-Quantenbit-System wäre in der Lage, eine Billion Rechenoperationen zur selben Zeit abzuarbeiten.

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