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NASA-Sonde New Horizons fliegt heute an Pluto vorbei

14.07.2015 | 08:36 Uhr |

Die Nasa-Sonde New Horizons erreicht am Dienstag das Ziel ihrer 9,5 Jahre dauernden Reise durch das All: Den Zwergplaneten Pluto. Doch damit ist die sensationelle Reise noch lange nicht zu Ende. Google widmet dem Vorbeiflug sein heutiges Doodle.

Update 14. Juli 2015

Google widmet das heutige Doodle der Nasa-Sonde New Horizons, die heute an Pluto vorbei fliegt.

Neu wissenschaftliche Erkenntnisse liefert New Horizons ebenfalls. So ist der Durchmesser von Pluto größer als bisher gedacht, nämlich 2370 Kilometer. Das sind 48 Kilometer mehr als bisher gedacht. Die Dichte des Zwergplaneten ist jedoch geringer als erwartet. Zudem befindet sich mehr Eis auf beziehungsweise in Pluto als gedacht.

Update 13. Juli 2015

Die Pluto-Sonde New Horizons erreicht morgen, also am Dienstag, den 14. Juli 2015, um 13:49 Uhr das Ziel ihrer über neun Jahre dauernden und über 4,8 Milliarden Kilometer weiten Reise durch unser Sonnensystem. New Horizons fliegt mit einer Geschwindigkeit von fast 49.600 Kilometer pro Stunde in zirka 12.500 Kilometern Entfernung am Zwergplaneten vorbei und schießt dabei eifrig Fotos. Die ab dem nächsten Tag die Bodenstation auf der Erde erreichen. In den Wochen und Monaten danach sendet die Sonde dann alle weiteren wissenschaftlichen Daten.

Der Zwergplanet Pluto mit Charon, einem seiner fünf Monde.
Vergrößern Der Zwergplanet Pluto mit Charon, einem seiner fünf Monde.
© NASA

New Horizons setzt sich nach dem Vorbeiflug am Pluto jedoch keineswegs zur Ruhe, sondern fliegt weiter Richtung Kuipergürtel, wo Unmengen von Gesteinsbrocken und „Mini-Planeten“ durch das Weltall düsen. Diese Objekte werden als Kuiper Belt Objects (KBO) bezeichnet. Im Kuipergürtel sollen die meisten Kometen ihren Ursprung haben.

Wenn alles nach Plan läuft, funkt New Horizons noch bis zum Jahr 2025 Daten zur Erde.

Die NASA-Sonde New Horizons fliegt heute an Pluto vorbei.
Vergrößern Die NASA-Sonde New Horizons fliegt heute an Pluto vorbei.
© NASA

Update-Ende, hier beginnt die ursprüngliche Meldung:

Am 19. Januar 2006 schloss die US-Raumfahrtbehörde NASA mit einer Atlas-V-Trägerrakete die Raumsonde New Horizons ins Weltall. Für eine unglaublich lange Reise. Denn die von einer mit Plutonium versorgten Radionuklidbatterie angetriebene Sonde soll den entferntesten "Planeten" unseres Sonnensystems untersuchen: Pluto. Beziehungsweise den Beweis erbringen, dass Pluto überhaupt ein Planet ist. Dieser Planeten-Status ist Pluto nämlich im Jahr 2006 aberkannt worden, Pluto wurde damals zum Zwergplaneten herabgestuft.

Vorbeiflug an Pluto, Charon und Konsorten

Am 14. Juli 2015 soll es so weit sein, dann fliegt New Horizons an Pluto vorbei und funkt seine Fotos zur Erde. Auch von dessen Mond Charon und noch von weiteren Objekten soll New Horizons Fotos zur Erde funken. Doch ausgerechnet auf der Zielgeraden kam die Sonde ins Stolpern, wie die NASA berichtet.

In den Sicherheitmodus geschaltet

Demnach kam es am 4. Juli zu einem Problem, das dazu führte, dass New Horizons in den so genannten “Sicherheitsmodus” schaltete. Der Kontakt zwischen Sonde und Erdstation brach dabei ab. Untersuchungen der NASA hätten aber ergeben, dass es weder einen Hardware- noch einen Software-Fehler gebe. Sondern dass ein schwer entdeckbarer Timing-Fehler aufgetreten sei.

4,8 Milliarden Kilometer entfernt

Ab morgen sollen die wissenschaftlichen Arbeiten an Bord von New Horizons wieder wie gewohnt ablaufen. Die Sonde befindet sich mittlerweile rund drei Milliarden US-Meilen (über 4,8 Milliarden Kilometer) von der Erde entfernt. Die Signale, die New Horizons zur Erde funkt, benötigen 4,5 Stunden, bis sie hier eintreffen.
 

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