NASA

Mars-Sonde Curiosity erhält Software-Update

Montag den 13.08.2012 um 10:09 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Marssonde Cuiosity
Vergrößern Marssonde Cuiosity
Die NASA hat am Wochenende mit der Übertragung eines ersten Software-Updates an die Mars-Sonde Curiosity begonnen.
Die NASA gönnt der Mars-Sonde Curiosity, die seit einigen Tagen für die Menschheit auf dem roten Planeten forscht , eine kleine Ruhepause. Das erste Wochenende von Curiosity wird dazu genutzt, um ein Update an die Marssonde zu übertragen. Die NASA-Experten bezeichnen das Update für den Rover etwas emotionaler als "Gehirn-Transplantation" . Am Samstag wurde mit der Übertragung dieses Updates begonnen und im Laufe des Montags soll die Aktualisierung der neuen Version der Software im Hauptcomputer der Marssonde abgeschlossen werden.

Wahrscheinlich wurde noch nie ein Software-Update über so viele Kilometer übertragen. Im Falle von Curiosity soll mit dem Update die Software so angepasst werden, dass sie besser für die Aufgaben geeignet ist, die noch vor der Marssonde liegen. Laut Angaben der NASA war die erste Version der Software vor allem darauf ausgelegt, das Fahrzeug erfolgreich auf dem Mars zu landen. In der nächsten Phase sei die Software für das Fahren auf dem Mars und die Bewegungen des Roboter-Arms optimiert. Die Software der Marssonde sei von vornherein dafür konzipiert worden, über Upgrades an die jeweilige Phase der Mission angepasst zu werden.

Nach dem Upgrade ist die Bilderkennung von Curiosity beispielsweise besser dafür geeignet, um Hindernisse zu erkennen und zu analysieren. Außerdem erlaubt die neue Software nun auch längere Fahrten, nachdem die Sonde nun auch autonom eventuelle Gefährdungen auf der Strecke erkennen und selbstständig ausweichen kann.

Bei den an der Entwicklung und Übertragung beteiligten Ingenieuren der NASA dürfte die Aufregung groß sein. Kurz vor Beginn der Übertragung des Updates hatte Curiosity das erste hochauflösende und Farb-Panorama zur Erde gesendet und einen Ausblick darauf gegeben, welche Örtlichkeiten demnächst untersucht werden. Die Marssonde hat dazu insgesamt 130 Bilder mit jeweils 1200 x 1200 Pixel mit ihrer 34-Millimeter Mastcam erstellt. Aus diesen 79 dieser Bilder wurde dann das Panorama-Bild erstellt.

Die ersten Erfolge der Mission spornen auch das Team an, das für das erste Upgrade der Software verantwortlich ist. "Es muss funktionieren. "Du willst nicht als der Kerl bekannt sein, der den letzten Kontakt zum Rover hatte, bevor der Kontakt verloren ging", erklärte Steve Scandore, Senior Flight Software Engineer beim Jet Propulsion Laboratory in Pasadena, gegenüber US-Medien. Immerhin muss das Upgrade über 550 Millionen Kilometer zurücklegen.

Curiosity landete vor einigen Tagen auf dem Mars im Gale-Krater der einen Durchmesser von rund 155 Kilometer hat. Die spannende Mission kann auf dieser Facebook-Seite der NASA verfolgt werden.

Montag den 13.08.2012 um 10:09 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (11)
  • kikaha 18:30 | 13.08.2012

    und diese ewige Wartezeit.
    11 min. mindestens.
    Ich glaube die trinken dort viel Kaffee.......um die Zeit für das nächste Signal zu überbrücken.

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  • chipchap 18:16 | 13.08.2012

    Zitat: qqqaqqq
    Übertragungsfehler ...

    Da kann man eine CRC-Prüfung hinterher durchführen.
    Die winzige Empfangsfeldstärke ist wohl eher das Problem.

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  • Falcon37 17:32 | 13.08.2012

    Hoffentlich gibt's auf dem roten Planeten keinen Blue-Screen.

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  • qqqaqqq 17:23 | 13.08.2012

    Übertragungsfehler sind wohl eher ein nicht kalkulierbares Risiko.

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  • kalweit 17:16 | 13.08.2012

    Zitat: Scasi
    Redundanz unzo ...


    Das hilft aber auch nicht gegen Programmierfehler.

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