Myspace will Jugendliche besser vor Erwachsenen schützen

Donnerstag den 22.06.2006 um 11:42 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Der Social-Networking-Dienst Myspace.com will ab kommender Woche Änderungen durchführen, durch die Kinder und Jugendliche, die den Dienst nutzen, besser vor Erwachsenen geschützt werden.

Wie die New York Times berichtet, will der zu News Corp. gehörende Social-Networking-Dienst MySpace es Erwachsenen künftig schwerer machen, mit Minderjährigen in Kontakt treten zu können. Zwar dürfen die Erwachsenen auch nach den Änderungen einen Jugendlichen kontaktieren. Dafür muss der Erwachsene aber nicht - wie ansonsten üblich - nur den Nutzer-Namen des Jugendlichen kennen, sondern auch dessen Vor- und Nachnamen und dessen Mail-Adresse.

Unter 16-jährige Myspace-Nutzer haben künftig auch die Möglichkeit, ihr Profil auf "privat" zu schalten, so dass es nur noch von Personen eingesehen werden kann, die sich in der Freundesliste des Jugendlichen befinden. Zusätzlich will Myspace künftig keine Werbung mehr an Jugendliche ausliefern.

In einem aktuellen Fall hat eine Mutter den Dienst Myspace verklagt, weil deren 14-jährige Tochter über den Dienst einen 19-jährigen Jugendlichen kennen gelernt hatte. Bei dem ersten realen Treffen der beiden kamen es zu von dem Mädchen nicht gewünschten sexuellen Handlungen. Die Mutter fordert nun von dem Dienst einen Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen US-Dollar, weil der Dienst die Kinder nicht ausreichend schütze und somit eine Mitschuld im Falle ihrer Tochter trage.

Myspace hat rund 80 Millionen registrierte Anwender und erfreut sich vor allen in den USA hoher Beliebtheit. Die Website des Dienstes gilt mit zu den meistbesuchtesten im Internet überhaupt. Nach dem Erfolg in den USA will Myspace nun auch in Europa expandieren.

Donnerstag den 22.06.2006 um 11:42 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

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