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Mydoom: Neue Varianten könnten drohen

05.02.2004 | 12:41 Uhr |

Mydoom.B ist mit seiner Attacke auf die Microsoft-Server gescheitert. Im Gegensatz zum Vorgänger Mydoom.A, der die Website von SCO lahm legen konnte, waren die Auswirkungen des Mydoom.B-Wurms eher bedeutungslos. Laut Sicherheitsexperten liegt das daran, dass der Wurm "lausig geschrieben" sei und daher nur etwa 4.500 von dem Wurm befallene Rechner an der DoS-Attacke auf Microsoft beteiligt gewesen wären. Allerdings warnen die Fachleute davor, dass weitere Attacken durch neue Varianten des Wurms drohen könnten.

Mydoom.B ist mit seiner Attacke auf die Microsoft-Server gescheitert. Im Gegensatz zum Vorgänger Mydoom.A, der die Website von SCO lahm legen konnte, waren die Auswirkungen des Mydoom.B-Wurms eher bedeutungslos.

"Es scheint, dass die Attacke nur dürftig programmiert und komplett fehlgeschlagen ist", so Jack Sebbag von Network Associates. Laut dem Sicherheitsexperten waren nur etwa 4.500 von dem Wurm befallene Rechner an der DoS-Attacke auf Microsoft beteiligt. Die DoS-Attacke von Mydoom.A war erfolgreicher verlaufen, weil hier Millionen von Rechner infiziert waren und hunderttausende davon die SCO-Server bombardierten.

Microsoft hatte vorgesorgt und Sicherungen eingebaut, die die DoS-Attacke abwehren sollten. Hätten diese Sicherungen versagt, dann wäre Microsoft im Internet immer noch über eine Ausweich-Website erreichbar gewesen. Ebenfalls abgesichert wurde der Windows-Update-Service. Genaue Details zu den getroffenen Vorkehrungen will Microsoft aus Gründen der Sicherheit nicht preisgeben.

Sicherheitsspezialisten warnen davor, dass Mydoom.A und Mydoom.B nur der Anfang gewesen sein könnten. "Es könnte einen MyDoom.C oder MyDoom.D" geben, warnt Sebbag. Der Mydoom.B sei zwar gescheitert, allerdings könnte der Erfolg von Mydoom.A Wurmautoren dazu animieren, neue Varianten des Wurms zu programmieren um mit diesen weitere Unternehmen beziehungsweise Websites anzugreifen.

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