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Mydoom: Hacker eröffnen Jagd auf offene Ports

29.01.2004 | 10:36 Uhr |

Antivirenexperten haben im Zuge der Mydoom-Epidemie einen neuen Trend festgestellt: Tausende Hacker suchen mittlerweile nach infizierten Systemen, die sie angreifen können. Die Tür dafür hat Mydoom mit der Öffnung von Ports bereits aufgemacht.

Antivirenexperten haben im Zuge der Mydoom-Epidemie einen neuen Trend festgestellt: Tausende Hacker suchen mittlerweile nach infizierten Systemen, die sie angreifen können.

Angaben von Craig Schmugar, Virus Research Manager bei der McAffee-Abteilung von Network Associates (NAI), zufolge sind weltweit zwischen 100.000 und 300.000 Systeme mit dem Mydoom-Wurm infiziert.

Mydoom öffnet auf einem infizierten System Ports zwischen den Nummer 3127 und 3198. Diese Hintertür könne ein Angreifer ausnutzen und eigene Malware auf den betroffenen Systemen installieren, so Oliver Friedrichs, Senior Manager der Symantec Sevurity Response bei Symantec. Das Unternehmen habe alleine am Mittwoch 2100 Einzelsysteme gezählt, die PCs nach der Mydoom-Hintertür gescannt haben, so Friedrichs. Die Entfernung des Wurms vom System schließt diese Lücke.

Die Experten von NAI kommen auf 2500 Einzelsysteme und gehen von 7500 angegriffenen PCs seit Dienstag aus. Sollte es einem Angreifer gelingen, ein infiziertes System zu finden und eigenen Code zu übertragen, könnten sich die Aufräumarbeiten laut Friedrichs schwieriger gestalten, da nicht nur nach Mydoom gesucht werden muss, sondern auch nach anderer Malware wie Trojanischen Pferden oder Keylogger-Programmen.

Craig Schmugar weist zudem darauf hin, dass nicht jeder Scan von einem böswilligen Hacker stammen muss, sondern es sich auch um Systemadministratoren handeln kann, die ihr Netzwerk nach infizierten Rechnern durchforsten.

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