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MyCoin: Bitcoin-Börse schließt und 341 Mio. Euro sind weg

10.02.2015 | 09:51 Uhr |

Die Bitcoin-Börse MyCoin hat plötzlich ihre Pforten geschlossen. Über 3000 Anleger fürchten nun um ihr Geld.

Die in Hongkong ansässige Bitcoin-Börse MyCoin hat überraschend geschlossen. Von den Betreibern fehlt jede Spur. Diese haben sich offenbar aus dem Staub gemacht, inklusive dem Geld von über 3000 Anlegern. Diese sollen bei MyCoin umgerechnet rund 340 Millionen Euro investiert haben. 

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf, nachdem sich besorgte Investoren meldeten, die den Kontakt zu MyCoin verloren hatten. Chinesische Medien berichten, dass MyCoin womöglich niemals mit Bitcoins gehandelt hat, sondern die Investoren auf eine Betrugsmasche hereingefallen sind. Die Geldgeber seien nur mit der Aussicht gelockt worden, ihr Vermögen mit der Investition in das Bitcoin-Geschäft vervielfachen zu können. MyCoin hatte Renditen mit bis zu 300 Prozent pro Jahr versprochen.

MyCoin habe seine Kunden in letzter Zeit verstärkt dazu aufgefordert, neue Kunden zu werben. Dazu seien den bestehenden Kunden Preise in Aussicht gestellt worden. Wie etwa höhere Gewinne oder Mercedes-Benz-Autos. Auch für Marketing habe MyCoin gesorgt, indem es beispielsweise die Nachricht über einen nahenden Börsengang verbreitete. Außerdem behauptete MyCoin den ersten Bitcoin-Geldautomaten zu betreiben.

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