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Mutmaßlicher AOL-Spammer auf Flughafen verhaftet

07.07.2005 | 15:53 Uhr |

Ein mutmaßlicher Spammer, der sich vorwiegend über AOL betätigt haben soll, wurde nach seiner Flucht festgenommen.

Bei seiner Rückkehr aus der Dominikanischen Republik wurde der mutmaßliche Spammer Christopher "Rizler" Smith auf dem Flughafen von Minneapolis im US-Bundestaat Minnesota verhaftet. Im Mai hatten die US-Behörden sein Spam-Unternehmen mit 85 Angestellten geschlossen. Smith soll mehr als eine Milliarde Spam-Mails teils über AOL -Accounts, teils an AOL-Mitglieder verschickt haben.

Smith soll nach Schätzungen der amerikanischen Ermittlungsbehörden allein in diesem Jahr 18 Millionen US-Dollar mit Mail-Werbung und dem illegalen Online-Handel mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verdient haben. Am 10. Mai schlossen die Behörden seine Firmen in Burnsville, Minnesota, beschlagnahmten seinen Pass und seine Vermögenswerte, darunter ein Haus im Wert von 1,2 Millionen Dollar und eine Sammlung von Luxusautos im Wert von 1,8 Millionen Dollar.

Vier Tage, nachdem er in dieser Sache erstmals vor Gericht erschienen war, floh er in die Dominikanische Republik, wobei er einen gefälschten Pass benutzt haben soll. Von dort aus soll er seine Geschäfte weiter betrieben haben. Seine Frau, Freunde und Bekannte sollen ihn dort mit Bargeld in Höhe von mehreren tausend Dollar versorgt haben.

In der letzen Woche kehrte er in seine alte Wirkungsstätte nach Minneapolis zurück und wurde beim Verlassen des Flugzeugs festgenommen. Gestern wurde er einem Gericht vorgeführt und muss zunächst wegen seiner Flucht mit einem längeren Gefängnisaufenthalt rechnen.

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