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Musikwirtschaft kritisiert Urheberrecht

06.07.2007 | 09:59 Uhr |

Die Musikwirtschaft prüft eine Verfassungsbeschwerde gegen das neue Urheberrecht: „Vom Kopieren können Künstler und Kreative nicht leben“.

Die deutsche Musikwirtschaft prüft nach eigenen Angaben eine Verfassungsbeschwerde gegen das vom Bundestag zu verabschiedende neue Urheberrecht. „Das neue Urheberrecht ist ein Rückschritt für die gesamte Kreativwirtschaft und verstößt nach unserer Einschätzung gegen Artikel 14 des Grundgesetzes, der das Eigentum schützt", sagte Michael Haentjes, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände, in Berlin. Die Musikwirtschaft hatte unter anderem die Einschränkung der Privatkopie auf Kopien nur vom eigenen Original und keine Kopien durch Dritte gefordert.

Positiv bewertete Haentjes, dass die geplante Bagatellklausel aus dem Gesetz gestrichen wurde: „Wenn ein Song, ein Film oder ein Hörbuch weniger wert sein soll als eine geklaute Dose Cola, dann würde in unserem Rechtssystem etwas komplett schief laufen." Haentjes forderte eine breite gesellschaftliche Debatte zum Schutz geistigen Eigentums, der die Grundvoraussetzung zur Entwicklung der Wachstumsbranche Kreativwirtschaft sei.

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