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Musikstücke: P2P dominiert Download-Aktivitäten

24.06.2005 | 09:46 Uhr |

Anwender benutzen nach wie vor in hohem Maße Peer-to-Peer-Dienste, um sich Musikstücke aus dem Netz herunterzuladen. Im März sollen rund 243 Millionen Songs über Tauschbörsen gesaugt worden sein.

Die Zahl der legal getätigten Downloads von Musikstücken über Online-Shops nimmt zwar zu, Anwender benutzen aber nach wie vor in hohem Maße Peer-to-Peer-Dienste, um sich Musikstücke aus dem Netz herunterzuladen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt von der NPD Group Inc. veröffentlichten Studie.

Wie das Verhältnis derzeit aussieht, belegt Zahlenmaterial für den Monat März. US-Nutzer haben in dem genannten Zeitraum rund 243 Millionen Songs über P2P-Dienste gesaugt. Legal erworben wurden dagegen nur rund 26 Millionen Musikstücke, so die Marktforscher.

Etwas positiver für die Künstler und Industrie sieht das Ganze dann aus, wenn man sich die Ratio zwischen Haushalten anschaut. Vor gut zwei Jahren kamen auf jeden Haushalt, der Musik legal kaufte, 20 Haushalte, die sich einer Tauschbörse bedienten. Im März diesen Jahres heißt es: Auf jeden Hauhalt, der legal Musik einkauft, kommen zwei Haushalte, die sich auf auf P2P-Dienste stützen.

Die wichtigsten Faktoren für den Kauf von Musik im Internet sind laut NPD Group Inc. die Breitband-Anschlüsse, schnellere Rechner und die wachsende Anzahl von Besitzern eines MP3-Players. Negativ beeinflusst wird der Kauf von Musik im Netz durch Unzufriedenheit mit der Preisgestaltung und Verwirrung über mit dem Kauf einhergehende Beschränkungen. Nutzungsrechte also, die beispielsweise besagen, dass ein Titel nur so und so oft gebrannt oder kopiert werden darf.

Weitere Erkenntnisse der Studie: US-Anwender nutzen P2P-Börsen nicht mehr (so häufig), weil sie sich vor Klagen seitens der Recording Industry Association of America (RIAA) schützen wollen. Ein weiterer Faktor, der Anwender aus den Peer-to-Peer-Diensten vertreibt, ist die hohe Wahrscheinlichkeit sich Spyware oder andere Malware dort einzufangen.

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