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Musikindustrie warnt Hacker

25.04.2001 | 15:40 Uhr |

Letzten Herbst hat die Musikindustrie einen Hacker-Wettbewerb durchgeführt. Sechs verschieden Techniken für digitale Wasserzeichen, die zu diesem Zeitpunkt entwickelt wurden, sollten geknackt werden. Einige Forscher-Teams knackten die Nuss - und dürfen nun ihre Ergebnisse nicht veröffentlichen.

Letzten Herbst hatte die Musikindustrie einen Hacker-Wettbewerb durchgeführt. Sechs verschieden Techniken für digitale Wasserzeichen, die zu diesem Zeitpunkt entwickelt wurden, sollten geknackt werden. Hacker, Linux-Freaks und andere Interessierte konnten daran teilnehmen. Einige Forscher-Teams knackten die Nuss - und dürfen nun ihre Ergebnisse nicht veröffentlichen.

Das Secure Digital Music Initiative (SDMI) stellte vor Beginn des Wettbewerbs genaue Bedingungen dafür auf, was von den gewonnen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit gelangen durfte.

Einem Forscherteam der Universität Princeton unter Führung von Professor Edward Felton gelang es vier der sechs Techniken zu entschlüsseln. Die SDMI droht den Forschern nun mit rechtlichen Schritten, falls sie ihre Forschungsergebnisse publizieren. Matthew Oppenheim, der Rechtsanwalt der SDMI, schrieb hierzu an Edward Felton. Das Princeton-Team beteuert jedoch, den Geheimhaltungs-Auflagen der SDMI nie zugestimmt zu haben.

Das Schreiben der SDMI und Entwürfe zur Vorstellung der Ergebnisse der Forscher wurden mittlerweile im Internet veröffentlicht. (PC-WELT, 25.04.2001, hc)

http://cryptome.org

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