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Musikindustrie sieht "Licht am Ende des Tunnels"

12.08.2004 | 14:56 Uhr |

Die deutsche Musikindustrie sieht hinsichtlich der massiven Umsatzrückgänge der vergangenen Monate "Licht am Ende des Tunnels", wie Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen IFPI, bei der Bekanntgabe der Absatzzahlen mitteilte.

Der deutsche Musikmarkt ist im ersten Halbjahr 2004 um 2,9 Prozent zurückgegangen. Für den Branchenverband IFPI dennoch ein Grund zur Freude. "Offensichtlich durchschreiten wir jetzt die Talsohle - es gibt Licht am Ende des Tunnels", so der Verbandsvorsitzender Gerd Gebhardt. Tatsächlich waren die Zahlen der vergangenen Jahre weitaus schlechter, so gingen die Verkaufszahlen im Jahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um immerhin 19 Prozent zurück.

Insgesamt wurden in der ersten Jahreshälfte 73,7 Millionen Tonträger verkauft, bei 55,1 Millionen handelte es sich um Alben und bei 12,1 Millionen um Singles. Der Verkauf von CD-Singles ging dabei um neun Prozent zurück, bei den CD-Alben konnte in etwa das Vorjahresniveau erreicht werden (55,9 Millionen).

Kräftiges Wachstum verzeichnete die Branche bei Musik-DVDs, die im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent auf rund vier Millionen zulegen konnten. "Auch der sich etablierende Musikmarkt im Internet und ein rasant startendes Geschäft mit Klingeltönen sind Anlass für einen optimistischen Blick in die Zukunft des Musikmarktes", so Gebhardt.

Gründe für den sich verlangsamenden Abwärtstrend sieht Gebhardt in der "attraktiven Repertoirepolitik", in der neuen Online-Strategie und neuen Geschäftsfeldern. Auch das "konsequente Vorgehen gegen illegale Musikanbieter in so genannten Tauschbörsen" sei zu nennen. Das Gesamtjahr 2004 werde erneut mit einem leichten Umsatzverlust beendet werden, so Gebhardt, dennoch sei die Branche "deutlich optimistischer als in den letzten drei Jahren".

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