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Musikindustrie: Zahlen und Forderung

24.01.2008 | 16:11 Uhr |

Trotz der Schlappe vor dem EU-Kulturausschuss plädiert der Verband in seinem Digital Music Report 2008 weiter dafür, Provider beim Kampf gegen illegale Tauschbörsen einzuspannen.

Laut dem Digital Music Report 2008 der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) gingen 2007 rund 15 Prozent der weltweiten Musikverkäufe auf das Konto von Download- und Mobilfunkangeboten. So stiegen die Download- und Mobile-Umsätze im Musikgeschäft des vergangenen Jahrs um 40 Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Weiter heißt es, dass Musikfreunde weltweit aus rund 500 legalen Online-Shops rund 1,7 Milliarden Songs gekauft haben. Beliebtester Titel sei „Girlfriend" von Avril Lavigne gewesen: Der Song wurde 7,3 Millionen Mal verkauft.

Nichtsdestotrotz sieht die IFPI die größte Konkurrenz in illegalen Tauschbörsen. Der Verband schätzt, dass auf einen legalen Musik-Download zwischen 10 und 20 illegale kommen. Deshalb soll weiter dafür gekämpft werden, die „Internetpiraterie" über die Internet-Service-Provider zu bekämpfen. Sie sollen - wie jetzt in Frankreich in Vorbereitung – Anschlussinhaber bei mehrfachen Urheberechtsverletzungen sperren und verstärkt Filtertechnologien einsetzen. Dagegen ist die Musikindustrie mit ihrem Vorstoß im EU-Kulturausschuss vorerst gescheitert.

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