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Musikindustrie: Weltweiter Absatz und Umsatz in 2002 weiter rückläufig

10.04.2003 | 13:41 Uhr |

Die "International Federation of the Phonographic Industry" hat ihren Jahresbericht für 2002 vorgestellt. Demnach sanken sowohl der Umsatz als auch die Abverkäufe von Musiltiteln um sieben respektive acht Prozent. Als Gründe gibt der Verband massives Brennen von CDs, den Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsindustrien und die wirtschaftliche Unsicherheit der Konsumenten an.

Die "International Federation of the Phonographic Industry" IFPI) hat ihren Jahresbericht für 2002 vorgestellt. Demnach sanken sowohl der Umsatz als auch die Abverkäufe von Musiltiteln um sieben respektive acht Prozent. Als Gründe gibt der Verband massives Brennen von CDs, den Wettbewerb mit anderen Unterhaltungsindustrien und die wirtschaftliche Unsicherheit der Konsumenten an.

Der weltweite Umsatz mit Musiktiteln fiel im Jahr 2002 auf 32 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zu 2001 sank die Zahl verkaufter CDs um sechs Prozent, Singles mussten Verluste von 16 und Kassetten in Höhe von 36 Prozent hinnehmen. Der Markt für Musik-Videos hingegen konnte um neun Prozent zulegen, was mit dem starken Wachstum des DVD-Bereichs erklärt wird.

Jay Berman, Vorsitzender und CEO der IFPI kommentiert die Ergebnisse folgendermaßen: "Die Zahlen sind keine Überraschung. Die verbreitete Nutzung von illegalen Internet-Seiten, was durch zunehmende Zahl von Breitbandanschlüsse in den großen Märkten begünstigt wird, beeinflusst eine Industrie, die sich daneben auch dem Wettbewerb mit anderen Entertainment-Formaten wie DVD-Filmen und Spielekonsolen stellen muss."

Die Musikindustrie will sich nun verstärkt der Bekämpfung von Raubkopien widmen, darunter fallen intensivere rechtliche Aktionen gegen Peer-to-Peer-Anbieter und eine weltweite Kampagne gegen Online-Piraterie, die sich an Unternehmen, Regierungen, Schulen und Universitäten richten soll.

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