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Musikindustrie: Erstmals über eine Milliarde kopierte Musik-CDs verkauft

10.07.2003 | 17:01 Uhr |

Die Musikindustrie schlägt Alarm: Erstmals sollen lauten Angaben des Branchenverbandes IFPI im Jahr 2002 weltweit über eine Milliarde raubkopierte Musik-CDs verkauft worden sein. Das würde bedeuten, dass jede dritte CD eine Fälschung ist. Der Gesamtumsatz des Piraten-Marktes (inklusive CD-Rohlinge und Kassetten) ist um sieben Prozent gestiegen und beträgt 4,6 Milliarden Dollar.

Die Musikindustrie schlägt Alarm: Erstmals sollen im Jahr 2002 weltweit über eine Milliarde raubkopierte Musik-CDs verkauft worden sein. Dies entspräche einer Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahr von 14 Prozent. Insgesamt betrug der Schaden im letzten Jahr 4,6 Milliarden Dollar, ein Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zu 2001. Dies teilte der Branchenverband IFPI heute mit. Das Datenmaterial stammt von der Musikindustrie.

Der illegale Markt mit 4,6 Milliarden Dollar sei mittlerweile größer, als der gesamte legale Umsatz mit Musik in allen anderen Ländern der Erde, USA und Japan ausgenommen, so die IFPI.

Erstmals veröffentlichte der Verband die Top 10 der Länder, in denen die Piraterie ein derart großes Problem geworden ist, dass um Hilfe seitens der jeweiligen Regierungen gebeten wird. Zu den Top 10 gehören: Brasilien, China, Mexico, Paraguay, Polen, Russland, Spanien, Taiwan, Thailand und die Ukraine. Auch China wird genannt, hier beträgt die Pirateriequote nach Angaben der IFPI 90 Prozent.

Im Zuge der Verschlechterung der Situation richtet der Verband drei Forderungen an die jeweiligen Regierungen:

1. Bessere Gesetze und deren Durchsetzungsregeln um Musik zu schützen

2. Regelung der massiven Überproduktion von CDs

3. Kommerzielle Piraten müssen aggressiv strafrechtlich verfolgt werden und erheblich abschreckende Strafen fürchten

Musikindustrie: Weltweiter Absatz und Umsatz in 2002 weiter rückläufig

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