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Musiker kämpfen für Napster

04.04.2001 | 11:40 Uhr |

Der Streit um Napster ist mit einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington in eine neue Runde gegangen. Für Napster machten sich die Popstars Don Henley und Alanis Morrisette stark. Aber auch Gegenstimmen kamen zu Wort.

Der Streit um Napster ist mit einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington in eine neue Runde gegangen. Für Napster machten sich die Popstars Don Henley und Alanis Morrisette stark. Morrisette erklärte, Musiker und Musikkonzerne sollten die neue Technologie annehmen und erkennen, dass sie damit näher an die Fans herankommen könnten. Napster helfe auch unbekannten Künstler, ein Publikum zu finden und damit könnten sie sich Einnahmen schaffen.

Gegen Napster sagte Altrocker Ted Nugent an der Seite von mehreren Bossen der Musikindustrie aus. Sie argumentieren alle, dass Musiker durch Napster um ihre Einnahmen gebracht werden, da die Songs in Verletzung des Urheberechts kostenlos getauscht werden.

Der amtierende Napster-Vorstandsvorsitzende Hank Barry forderte vom Kongress, er solle Online-Musikdiensten die gleichen Rechte wie Radiostationen einräumen. Urheberrechtlich geschützte Titel sollten im Internet so wie im Rundfunk verfügbar sein, und die Künstler sollten ihre Tantiemen erhalten, wenn ihre Titel gespielt würden.

Überschattet wurde die Anhörung durch die am Vortag bekannt gewordene Gründung der Online-Plattform MusicNet durch die Medienriesen Bertelsmann, AOL Times Warner und EMI. (PC-WELT, 04.04.2001, dpa/ ml)

Napster wird kostenpflichtig (PC-WELT Online, 03.04.2001)

Chance für Napster (PC-WELT Online, 02.04.2001)

RIAA: Napster verletzt Auflagen (PC-WELT Online, 29.03.2001)

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