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Eine Million Käufer weniger in 2009

28.02.2010 | 16:02 Uhr |

Der Musikindustrie sind 2009 eine Mio. Downloads-Käufer abhanden gekommen. Das geht jedenfalls aus aktuellen Erhebungen der NPD Group hervor.

Russ Crupnick, Senior Industry Analyst bei NPD , versuchte Vertreter der Musik- und Technologiebranche im Zuge der Konferenz Digital Music East allerdings etwas zu beruhigen. Es gebe trotz der Ergebnisse keinen Grund zur Panik, so Crupnick. Jene, die 2009 keine Musikdownloads mehr gekauft haben, seien vorwiegend ältere Konsumenten gewesen - und zwar jene, die in den Jahren 2007 und 2008 erstmals online gingen und Musikdownloads "ausprobierten". Danach haben diese Nutzer laut NPD aber wieder das Interesse an digitaler Musik verloren.

Wenngleich offenbar eine Mio. Käufer weggefallen ist, gibt es nach Crupnick auch gute Neuigkeiten. Nach wie vor bestehe Appetit auf Songs - pro Nutzer seien die Investitionen in Musikdownloads von 33 auf 50 Dollar im Jahr gestiegen. "Der Markt ist etwas reifer geworden", so Crupnick im Zuge der Konferenz. Wichtig sei es, Werbung zu betreiben. Konsumenten wollen laut dem NPD-Experten durch Promotion umworben und überzeugt werden.

Die heimische Musikbranche zeigt sich entspannt. "Wir sehen nicht, dass Käufer weniger werden. Hierzulande ist die Zahl der Käufer von Musikdownloads von 400.000 im Jahr 2008 auf 600.000 im Jahr 2009 gestiegen", sagt Thomas Böhm, Sprecher IFPI Austria, im Gespräch mit pressetext. Auch die Umsätze würden stetig zunehmen. "Wir verzeichnen deutliche Zuwächse und das schon seit Jahren", so Böhm. Natürlich seien insbesondere junge Zielgruppen an Downloads interessiert, aber Käufer gebe es mittlerweile in allen Altersschichten.

(pte)

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