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Musikabsatz in Deutschland weiter im Rückwärtsgang

14.08.2003 | 15:46 Uhr |

Die deutsche Musikindustrie hat weiter den Blues. So sank der Musikabsatz im ersten Halbjahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Dies teilte der Bundesverband der deutschen Phonowirtschaft (Ifpi) heute mit. Vor allem die vermehrte Piraterie sei ein großes Problem.

Die deutsche Musikindustrie hat weiter den Blues. So sank der Musikabsatz im ersten Halbjahr 2003 im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent. Dies teilte der Bundesverband der deutschen Phonowirtschaft (Ifpi) heute mit.

"Der Musikabsatz in Deutschland ist im 1. Halbjahr 2003 um 16,3% gesunken. Die ungebremste Zunahme massenhafter digitaler Musikkopien ist hierfür der Hauptgrund. Hinzu kommt die Wirtschaftslage am Rande einer Rezession", erklärt Gerd Gebhardt, Vorsitzender der deutschen Phonoverbände.

Besonders stark sei den Angaben des Verbandes zufolge der Absatz von im TV und Radio beworbener "Hitcompilations" betroffen gewesen. Demnach verbuchte dieser Bereich einen Rückgang um 47,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gerade hier mache sich die Piraterie extrem bemerkbar, da sie "als Toprepertoire besonders attraktiv sind und besonders gern durch praktisch kostenlose Privatkopien substituiert werden", so der Verband.

Auch der Single-Markt musste mit einem Minus von 21.3 Prozent einen herben Verlust einstecken.

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