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Alle Metallica-Alben auf Spotify verfügbar

10.12.2012 | 05:03 Uhr |

Gesamtwerk der Metal-Band Metallica ist ab sofort auch über den Streaming-Dienst Spotify verfügbar.

Die Metal-Band Metallica und der Musik-Streaming-Dienst Spotify standen bereits seit einigen Jahren auf Kriegsfuß. Die Fehde zwischen Drummer Lars Ulrich und Aufsichtsratsmitglied Sean Parker begann mit dem Peer-to-Peer-Netzwerk Napster, das Parker mitbegründet hatte. Über Napster waren damals neben tausenden anderen Werken auch Songs von Metallica zum kostenlosen Download zu finden. Ulrich reichte Klage gegen Napster ein und löste damit eine wahre Welle aus, die schließlich den Untergang des Netzwerks nach sich zog.

Nachdem sich Metallica seit mehreren Jahren gegen die Veröffentlichung der Band-Songs im Internet wehrte und iTunes bereits 2006 nachgab, demonstrieren die Musiker nun auch mit Spotify, dem neuen Projekt von Parker, Einigkeit. Im Rahmen einer Pressekonferenz kündigten Spotify-Chef Daniel Ek und Sean Parker die Veröffentlichung des gesamten Metallica-Werks über Spotify an. Ab sofort können sich Fans der Band alle Songs über den Streaming-Dienst anhören.

Neben der Metallica-Versöhnung kündigte Spotify am Wochenende auch neue Features für den Musik-Service an. So wollen sich die Betreiber künftig mehr auf die sozialen Aspekte von Spotify konzentrieren und unter anderem Musik-Empfehlungen auf Basis der gehörten Songs aussprechen. Ebenfalls geplant ist eine Favoriten-Liste für die Lieblingskünstler der Spotify-Nutzer. Mit der Auslieferung der neuen Funktionen sei den Angaben zufolge in den nächsten Wochen zu rechnen.

Musik-Flatrates im Test – CD wird zum Ladenhüter

Offizielle Zahlen hat Spotify am Wochenende ebenfalls bekannt gegeben. So wird der Dienst weltweit bereits von 20 Millionen Mitgliedern genutzt. Doch nur fünf Millionen von ihnen haben ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen ganze 40 Millionen Euro Verlust. Für die Künstler ist der Service den Gerüchten zufolge ebenfalls nicht sonderlich lukrativ. Die gezahlten Tantiemen entsprächen nur einem Bruchteil der Beträge, die die Musiker durch den CD-Verkauf erwirtschaften würden.

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