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Sony stellt MiniDisc-Player ein

09.07.2011 | 15:30 Uhr |

Nach rund 20 Jahren stellt Sony die Produktion seiner tragbaren MiniDisc-Player ein und reagiert damit auf die gesunkene Nachfrage und die Konkurrenz durch MP3-Player und Smartphones.

Für den mobilen Musikgenuss setzten Firmen und Endanwender erst auf die Kassette, dann auf die CD und schließlich auf digitale Dateiformate wie MP3 oder AAC . Mit seinem eigenen MiniDisc-Format versucht sich Sony seit rund 20 Jahren an einer Alternative. Die an eine Diskette erinnernden optischen Datenträger mit einem Fassungsvermögen von 650 Megabyte speichern bis zu 80 Minuten Audiodaten ebenfalls digital, konnten sich am Markt allerdings nie so recht durchsetzen.

Sony reagiert nun auf die abnehmende Nachfrage und stellt die Produktion des MiniDisc Walkmen im September gänzlich ein. Auch danach werde es noch einige Player geben, sobald diese aber abverkauft sind, geht die Ära der tragbaren Abspielgeräte für MiniDiscs zu Ende. An der Produktion der Datenträger will Sony hingegen weiterhin festhalten.

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Sonys MiniDisc bot anfangs viele Vorteile gegenüber Kassetten oder CDs, da mit dem proprietären Format dank Mikrofon-Anschluss und LineIn auch unterwegs Aufnahmen unterschiedlicher Tonquellen angefertigt werden konnten. Außerdem waren die durch eine Hülle geschützten Datenträger im Vergleich zu CDs deutlich unempfindlicher und die Abspielgeräte kleiner. Der Trend zu Smartphones und MP3-Playern als Abspielgerät für Musikdaten besiegelte jedoch das absehbare Ende des Formats.




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