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Musicstation: In Schweden ein voller Erfolg

Der schwedische Netzbetreiber Telenor kann die Nachfrage nach dem Musik-Downloaddienst Musicstation nicht decken, weil der Mobilfunkanbieter nicht genügend musikfähige Handys im Angebot hat. Der Ansturm auf die von Omnifone angebotene Musikflatrate hat damit alle Erwartungen übertroffen. In den kommenden Monaten will Omnifone das Flatrate-Abo in ganz Europa anbieten. Ob sich der Erfolg in Deutschland wiederholt, ist jedoch fraglich.

Als in Schweden Mitte Juni der Musikdienst Musicstation startete, rechneten die Betreiber zwar mit Erfolg, doch der Ansturm auf den Dienst überraschte alle. Zeitweise konnte der schwedische Netzbetreiber Telenor, über den die Musik-Flatrate angeboten wird, die Nachfrage nicht decken, weil nicht genügend musikfähige Mobiltelefone verfügbar waren, wie ein Sprecher von Telenor jetzt mitteilte. Der Mobilfunkanbieter hat momentan nur vier musikfähige Modelle im Angebot, 10 bis 15 sollen es im Laufe des Jahres werden. Bereits in den ersten vier Wochen des Angebotes holten sich mehrere tausend Kunden das Flatrate-Abonnement.

Der Betreiber Omnifone plant 100 Millionen Handys weltweit innerhalb von 12 Monaten mit dem Musikdienst auszurüsten. Für den Konsumenten ist der Dienst mit unter 3 Euro pro Woche relativ günstig, im Musikkatalog enthalten sind über 1 Million Titel der Majorlabels Sony BMG, EMI Music und Warner Music International sowie eine Reihe weiterer Anbieter. Musik kann unbegrenzt heruntergeladen und angehört werden, jedoch nur solange der Vertrag läuft. Die Kosten für den Datentransfer sind im Gegensatz zu Jamba und vybemobile im Preis enthalten.

Ob sich das Angebot auch in Deutschland behaupten kann, ist fraglich. Neben den Netzbetreibern und Herstellern (Nokia Loudeye, SE M-Buzz) setzen auch unabhängige Anbieter wie Jamba auf Musikdownloads als Nebenerwerb. Zudem müsse geklärt werden, wie profitabel das Geschäft ist, da viele Unternehmen an den Einnahmen beteiligt sind. So gingen nach Aussage des Omnifone-Sprechers Tim Hadley Teile an die Labels und Netzbetreiber sowie an die Verwertungsgesellschaften, der Rest an Musicstation. In welchem Verhältnis die Einnahmen verteilt werden, bleibt Unternehmensgeheimnis, für Omifone dürfte sich das Geschäft jedoch nur über die Masse lohnen. Für Telenor ist das Angebot nach eigener Aussage rentabel und risikofrei.

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