21.09.2006, 10:20

Hans-Christian Dirscherl

Münchner Linux-Umstieg kommt voran

München steigt auf Linux um. Diesen Satz liest und hört man schon geraume Zeit. Doch Limux, wie das Linux-Projekt der bayerischen Landeshauptstadt heißt, war bisher eine zähe Angelegenheit und verzögerte sich ein ums andere Mal. Jetzt soll der Umstieg aber tatsächlich begonnen haben, wie die Stadt München meldet.

Seit dieser Woche löst der linuxbasierte Arbeitsplatz auf den PCs der Stadtverwaltung stufenweise die bestehenden Windows-Betriebssysteme ab. Das gab die für Limux zuständige Pressestelle der Stadt München bekannt.
Bisher lief der Linux-Client nur auf den Rechnern einiger ausgewählter Testkandidaten, darunter auch auf dem PC von Oberbürgermeister Christian Ude. Seit dem 19. September 2006 soll Limux nun aber sukzessive auf allen Arbeitsplatzrechnern in der Stadtverwaltung aufgespielt werden.
Bis Jahresende sollen "Kernbereiche des Direktoriums auf den Basisclient" wechseln, "bevor dann schrittweise die weiteren Bereiche folgen", so die Landeshauptstadt. München tastet sich also sehr vorsichtig an den Umstieg heran.
Technisch basiert der Basisclient vollständig auf Open-Source, vor allem auf Debian GNU/Linux 3.1, KDE 3.5 und OpenOffice.org 2. Im Hintergrund stellen das freie Softwareverteilungs-werkzeug FAI (Fully Automatic Installation) und das freie GOsa die webbasierte Verwaltbarkeit der Client-Installationen sicher, wie die Limux-Pressestelle ausführt. Der Basisclient wird in den nächsten Jahren weiterentwickelt.
Limux hat schon einen langen Weg hinter sich. Im Jahr 2003 fiel endgültig die Entscheidung, auf den Desktop-Clients der Stadtverwaltung das bisherige Windows durch Linux zu ersetzen. Rund 14.000 Arbeitsplatzrechner dürften davon betroffen sein. Der Umstieg hat sich bisher immer wieder verzögert, eine Erfolgsstory war Limux noch nicht. Über die Entwicklung des Linux-Projekts der Stadt München können Sie sich in diesen Meldungen informieren:
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