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Muenchenkotzt.de zeigt Oktoberfest ungeschminkt

26.09.2016 | 13:22 Uhr |

Seit vielen Jahren zeigt eine Webseite die eklige Seite des größten Volksfestes der Welt. Denn auf muenchenkotzt.de dreht sich alles um die unerfreulichen Nebenwirkungen der Wiesn. Auch von der diesjährigen Wiesn sind viele Fotos und Berichte online.

Der neue Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte vor einiger Zeit vor allem dadurch Schlagzeilen geschrieben, dass er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Josef Schmid (CSU) sozusagen eine große Koalition gegen Limux und den Einsatz von Linux in der Münchner Verwaltung gebildet hat. Ob die Bürgermeister Reiter und Schmid das erforderliche IT-Fachwissen besitzen, um über Sinn oder Unsinn des Einsatzes von Linux und OpenSource auf den Rechnern der städtischen Verwaltung objektiv urteilen zu können, sei einmal dahingestellt. Aber das Anzapfen eines Bierfasses beherrscht der Nachfolger des Münchner Oberbürgermeister-Urgesteins Christian Ude, das hat Reiter bereits beim letzten Oktoberfest bewiesen.

Am Samstag, den 17. September, hat das Münchner Oktoberfest 2016 begonnen. Dann durfte Dieter Reiter „Ozapft is“ wieder in die Runde rufen. Seit Samstag tobt also auf der Theresienwiese mitten in München zu Füßen der Bavaria wieder das größte Volksfest der Welt. Mit allen schönen und auch weniger schönen Seiten. Wer sich eher für letztere interessiert, wird auf der Webseite muenchenkotzt.de fündig. Die Webseite berichtet seit einigen Jahren über die unschönen Folgen des übermäßigen Akolholgenusses auf der Wiesn. Von der aktuellen "Sperr-Zaun-Wiesn-2016" sind mittlerweile etliche Berichte und Fotos online.

Hauptanreiz für einen Besuch auf muenchenkotzt.de sind sicherlich die zahlreichen Fotos, die die Nebenwirkungen eines Wiesnbesuchs zeigen. Sprich: Alles, was den Magen des Oktoberfestbesuchers in die verkehrte Richtung verlässt. Beziehungsweise alles, was den Körper nach ausgiebigem Bier- und Hendl-Konsum überhaupt wieder verlassen will – egal in welcher Konsistenz und in welcher Menge und an welchem Ort.

Dazu gibt es Berge von Müll zu bewundern. Und Menschen, die am Ende ihrer Kräfte sind. Und natürlich auch die durch übermäßigen Alkoholgenuss deutlich erleichterte und meist recht unkontrollierte Anbahnung zwischenmenschlicher Kontakte.

Wer sich nicht nur anhand von Fotos ein Bild von dem Geschehen auf der Wiesn verschaffen will, kann auf muenchenkotzt.de durchaus auch Texte lesen. Die Seite eignet sich also bestens für alle Oktoberfest-Hasser und Oktoberfest-Boykotteure, aber auch für alle Oktoberfest-Besucher, die nachträglich noch einmal sehen wollen, was sie am Vortag überlebt haben. Oder – im schlimmsten Fall – wie sie es geschafft haben, selbst auf muenchenkotzt.de zu landen.

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