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München prüft Rückkehr von Linux zu Windows (UPDATE)

19.08.2014 | 11:36 Uhr |

Die Stadt München prüft laut einem Zeitungsbericht die Rückkehr von Linux zu Windows. Ein weltweit beachtetes Projekt würde dadurch zu Ende gehen. (UPDATE: Statement der Stadt München)

Update 19.8.2014, 11:30 Uhr: Die PC-WELT hat nun von der Stadt München folgendes Statement zum Bericht der Süddeutschen Zeitung erhalten: "Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Verwaltung beauftragt, Fakten für die Entscheidung zusammenzustellen, wie sich die städtische IT insgesamt weiterentwickeln soll. Das reicht von Fragen der IT-Organisation und der Kosten über die Leistungsfähigkeit bis hin zur Nutzerzufriedenheit. Alle weiteren Schritte sind abhängig vom Ergebnis dieser Bestandsaufnahme."

(UPDATE ENDE)

Ursprüngliche Nachricht vom 18.8.2014:

Die Linux-Revolution in München steht nach zehn Jahren vor dem Aus. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Demnach prüfe man derzeit einen Wechsel zurück zu Microsoft-Produkten, wie Josef Schmid (CSU) der Zeitung bestätigte. Grund seien die vielen Beschwerden der Nutzer, die es in den vergangenen Jahren gegeben habe. Erst im Dezember 2013 hatte dagegen die Dritte Bürgermeisterin der Stadt, Christine Strobl (SPD), den Wechsel zu Linux - das sogenannte Projekt LiMux - als "erfolgreich abgeschlossen" bezeichnet.

Im Zuge der Umstellung auf Linux hatte die Stadt München über 15.000 Rechner auf Linux und damit 80 Prozent aller Rechner umgestellt. Laut Schmid seien die Erfahrungen der Mitarbeiter mit Linux aber nicht so positiv. "Egal in welches Referat ich komme, überall kriege ich bestätigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden. Das müssen wir ändern", sagte Schmid der Süddeutschen Zeitung und weiter: "Wenn die Experten eine Rückkehr zu Microsoft empfehlen, dann ist das für mich nicht ausgeschlossen."

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