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München braucht trotz Linux-Umstiegs noch Windows 2000

02.01.2007 | 16:29 Uhr |

Die Stadt München kauft 2000 gebrauchte "Windows 2000 Professional"-Lizenzen. Diese Nachricht auf pcwelt.de verblüffte so manchen Leser, schließlich will die bayerische Landeshauptstadt doch von Windows auf Linux umsteigen. PC-WELT fragte deshalb bei der Pressestelle des Limux-Projektes nach, wieso München trotz des Umstiegs noch Windows-Lizenzen braucht.

Trotz Linux auf den Desktop-Clients braucht München noch Windows-Betriebssysteme. Zumindest so lange, bis der Umstieg abgeschlossen ist.

Konkret handelt es sich um 2000 Lizenzen für Windows 2000 Professional, die die Stadt anschafft. Florian Schießl vom Projekt Limux der Landeshauptstadt München erklärt den Kauf folgendermaßen: Die Migration sei auf fünf Jahre angelegt. Dabei handelt es sich um eine "weiche Migration". Das heißt, München steigt nicht Hau-ruck mit allen Rechnern auf einmal um, sondern sukzessive.

Für Fachanwendungen, die derzeit unter Windows laufen, wollen die Münchner die üblichen Abschreibungszeiträume ausnutzen. Sofern sich diese speziellen Programme nicht webbasiert oder mit Hilfe von Emulationen mittels Wine/Crossover beziehungsweise durch Terminalserverdienste betreiben lassen, benötigt man eben noch den einen oder anderen Windows-PC. Auf diesen Ausweichmaschinen wird als Übergangslösung temporär "Windows 2000" installiert.

Das sei seit 2004 so geplant und bekannt, wie Schießl gegenüber der PC-WELT ausführte. Seit einiger Zeit schon würden neu beschaffte PCs nicht mehr mit NT4 ausgeliefert, stattdessen käme Windows 2000 zum Einsatz.

Stadt München entscheidet sich für usedSoft-Lizenzen (PC-WELT Online, 02.01.2007)

Münchner Linux-Umstieg kommt voran (PC-WELT Online, 21.09.2006)

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