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München: Keine Einflussnahme von Microsoft auf CSU

13.06.2003 | 15:30 Uhr |

Für viel Wirbel sorgte die Meldung, dass Microsoft den Beschluss des Münchner Stadtrates noch kippen möchte, um den Umstieg der Landeshauptstadt auf Linux zu verhindern. Microsoft würde angeblich auf die Hilfe der CSU hoffen, um doch noch eine Kehrtwende zu erreichen. Doch Microsoft dementiert entschieden und der betroffene CSU-Stadtrat hat angeblich nie von einer Überprüfung des Stadtrat-Beschlusses gesprochen.

Für viel Wirbel sorgte die Meldung, dass Microsoft den Beschluss des Münchner Stadtrates noch kippen möchte, um den Umstieg der Landeshauptstadt auf Linux zu verhindern. Microsoft würde angeblich auf die Hilfe der CSU hoffen, um doch noch eine Kehrtwende zu erreichen. Doch Microsoft dementiert entschieden und der betroffene CSU-Stadtrat hat angeblich nie von einer Überprüfung des Stadtrat-Beschlusses gesprochen.

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Auslöser der Diskussion war ein Bericht des Wirtschaftsmagazins Capital (Ausgabe 13/2003, Seite 57) "Microsoft - Softwareriese hoffe auf CSU" und dessen Zusammenfassung auf www.capital.de. In dem Bericht wurde Microsofts Deutschland-Chef Jürgen Gallmann mit den Worten zitiert: "Wir haben das bessere Angebot abgegeben". Diese Aussage stammte jedoch, wie Walter Hillebrand, stellvertretender Chefredakteur bei "Capital" gegenüber der PC-WELT einräumte, nicht vom Microsoft-Chef, sondern von Dr. Hans-Jürgen Croissant, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Microsoft.

Jürgen Gallmann

Dr. Hans-Jürgen Croissant

Das Zitat wurde also der falschen Person in den Mund gelegt, außerdem druckte Capital den Artikel zusammen mit einem Bild von Gallmann ab, mit dem für diesen Beitrag jedoch nicht gesprochen wurde. An der Aussage selbst ändert sich jedoch nichts, wie auch Thomas Baumgärtner, Pressesprecher von Microsoft, der PC-WELT bestätigte. Microsoft bleibt dabei, dass das eigene Angebot günstiger als das der Open Source-Konkurrenz sei.

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