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Mt. Gox findet 200.000 verschwundene Bitcoins

21.03.2014 | 12:33 Uhr |

Die geschlossene Bitcoin-Börse Mt. Gox hat 200.000 Bitcoins wiedergefunden. Sie sollen sich in ungenutzten Wallets befunden haben. Der Betrugsverdacht besteht aber weiter.

Die in Japan operierende Bitcoin-Börse Mt. Gox musste im Februar 2014 schließen. Weil Mt. Gox angeblich 850.000 BTC (etwa 340 Millionen Euro) gestohlen wurden. 750.000 dieser Bitcoins sollen Kunden gehören, weitere 100.000 würden Mt. Gox selbst gehören.
 
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Bald kam aber das Gerücht auf, dass die Bitcoins gar nicht gestohlen worden seien. Ein Bezirksgericht in Chicago ließ dann prompt das Vermögen von Mark Karpeles, des Chefs der gescheiterten Bitcoin-Börse Mt. Gox, einfrieren. Wegen des Verdachts auf Betrug. Der Gerichtsbeschluss betrifft das Vermögen der US-Niederlassung von Mt. Gox und die des japanischen Mutterunternehmens Tibanne KK. Den Antrag hatte der Anwalt gestellt, der einen US-Kunden von Mt. Gox vertritt, der Bitcoins im Wert von ungefähr 25.000 US-Dollar verloren hat und dafür eine Entschädigung fordert. Anwälte sollen danach Einblick in die Vermögen der drei betroffenen Parteien erhalten. Diese sollen untersuchen, ob hinter der angeblichen Pleite der Bitcoin-Börse ein großer Betrug steckt.
 
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Jetzt verblüfft Mt. Gox die Öffentlichkeit mit der Nachricht, dass man 199.999,99 der verschwundenen Bitcoins wiedergefunden haben wolle. Sie wären angeblich in ungenutzten Wallets gelegen, die Mt. Gox für leer gehalten hätte. Als Wallets bezeichnet man in Zusammenhang mit Bitcoin Software zum Speichern und Übertragen von Bitcoins. Die Wallets, in denen jetzt die rund 200.000 Bitcoins gefunden worden sein sollen, seien vor Juni 2011 erstellt worden.

Somit fehlen noch 650.000 Bitcoins, die der Bitcoin-Börse angeblich gestohlen worden sein sollen. Der Mt.-Gox-CEO-Mark Karpeles will den gefundenen Schatz am 14. und 15. März 2014 in einen sicheren Offline-Storage verschoben haben. Den Fund meldete Karpeles dem Gericht.

Damit besitzt Mt. Got nach eigenen Angaben derzeit 202.000 Bitcoins: Die 200.000 aus dem überraschenden Fund und weitere 2000, die den angeblichen Diebstahl überstanden hatten. Was nun mit den gefundenen Bitcoins passiert und ob und wie die Gläubiger entschädigt werden, ist noch völlig offen.

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