1923851

Mt. Gox-Chef will nicht in den USA aussagen

27.03.2014 | 15:52 Uhr |

Der Chef der bankrotten Bitcoin-Börse Mt. Gox soll in den USA aussagen. Doch er weigert sich. Stattdessen hat er die Polizei von Tokio um Hilfe gebeten.

Einige der in den USA ansässigen Gläubiger der geschlossenen Bitcoin-Börse Mt. Gox verlangen, dass der Mt. Gox-CEO Mark Karpeles in den USA aussagt. Nicht ohne Grund: Denn über dem Untergang von Mt. Gox schwebt nach wie vor ein Betrugsverdacht. Die Kläger wollen Karpeles sogar den Flug in die USA bezahlen.

Mark Karpeles hingegen verspürt offensichtlich wenig Verlangen danach die USA aufzusuchen. Er bot deshalb an, sich in Taiwan den Fragen der Rechtsanwälte der Gläubiger stellen zu wollen. Entweder bei einem persönlichen Gespräch oder per Video-Konferenz. Die Rechtsanwälte von Karpeles weigerten sich allerdings die Gründe dafür zu nennen, weswegen ihr Mandat nicht in den USA erscheinen und dort aussagen wolle.

Die in Japan registrierte Bitcoin-Börse Mt. Gox hat am 28. Februar vor einem Gericht in Tokio Gläubigerschutz beantragt, weil sie 850.000 Bitcoins verloren hatte. 200.000 Bitcoins entdeckte Mt. Gox aber später angeblich in alten unbenutzten Wallets. Mt. Gox hat mittlerweile die Polizei von Tokio um Hilfe beim Auffinden der verlorenen restlichen 650.000 Bitcoins gebeten.

Mt. Gox besitzt nach eigenen Angaben derzeit noch 202.000 Bitcoins: Die 200.000 aus dem überraschenden Fund und weitere 2000, die den angeblichen Diebstahl überstanden hatten. Was nun mit den gefundenen Bitcoins passiert und ob und wie die Gläubiger entschädigt werden, ist noch völlig offen.



 

0 Kommentare zu diesem Artikel
1923851