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US-Heimatschutzbehörde will Firefox-Add-on löschen

06.05.2011 | 13:32 Uhr |

Die US-Heimatschutzbehörde hat Mozilla zur Löschung eines Firefox-Add-ons aufgefordert. Mozilla widersetzt sich aber dieser Aufforderung.

Die US-Heimatschutzbehörde hat Mozilla dazu aufgefordert, dass Firefox-Add-on MafiaaFire zu entfernen. Der Vorwurf lautet, dass das Add-On die Beschlagnahme diverser Domains umgehe, die die US-Heimatschutzbehörde durchgeführt habe. Das Add-On MafiaaFire leitet den Anwender beim Aufruf einer Domain auf eine andere Domain weiter, wenn die eingegebene Domain nicht mehr existiert beziehungsweise umgezogen ist.

Im betreffenden Fall, so der Mozilla-Anwalt Harvey Anderson in einem Blog-Eintrag , habe die US-Heimatschutzbehörde diverse Domains beschlagnahmt, über die beispielsweise urheberrechtlich geschützte Inhalte verbreitet wurden. MafiaaFire leite Anfragen auf diese Domains automatisch auf noch nicht beschlagnahmte Domains mit den selben Inhalten weiter. Daher hat die Behörde Mozilla dazu aufgefordert, dieses Add-On aus dem Angebot der Firefox-Add-Ons zu entfernen.

Mozilla hat die Forderung der US-Heimatschutzbehörde abgelehnt und die Behörde dazu aufgefordert, die Entscheidungen eines Gerichts vorzulegen. Mit anderen Worten: Solange kein Gericht entschieden hat, dass MafiaaFire gegen Gesetze verstößt, will Mozilla das Add-On auch nicht löschen. Laut Anderson habe aber bisher weder die US-Heimatschutzbehörde noch ein Gericht auf die Rückfrage von Mozilla reagiert.

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