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Mozilla paktiert mit Gnome gegen Longhorn

29.04.2004 | 14:45 Uhr |

Die mit dem Windows-XP-Nachfolger "Longhorn" geplante Integration von Desktop- und Web-Anwendungen bereitet der Open-Source-Community Kopfzerbrechen. Vertreter der Mozilla Foundation und der Gnome Foundation diskutierten Ende April Möglichkeiten, Microsoft gemeinsam Paroli zu bieten.

Die mit dem Windows-XP-Nachfolger "Longhorn" geplante Integration von Desktop- und Web-Anwendungen bereitet der Open-Source-Community Kopfzerbrechen. Vertreter der Mozilla Foundation und der Gnome Foundation diskutierten Ende April Möglichkeiten, Microsoft gemeinsam Paroli zu bieten. Das berichtet unsere Schwesterpublikation Computerwoche .

Die Kombination des .NET-Frameworks mit der für die Erstellung von Desktop-GUIs (Graphical User Interfaces) entwickelten Markup-Sprache "XAML" ( Longhorn Markup Language ) und der Grafik-Engine "Avalon" soll im Web vorgehaltene Inhalte hochgradig mit lokalen Anwendungen integrieren. Dafür spreche auch die Ankündigung von Microsoft, künftig keine Stand-alone-Version des Internet Explorers mehr anzubieten.

Die mit Longhorn versprochenen Funktionen könnten quelloffene Software schnell ins Hintertreffen geraten lassen, befürchten Open-Source-Veteranen wie der Javascript-Erfinder Brendan Eich und Nat Friedman, Mitbegründer von Ximian. Der in einem Team gebündelten Entwicklungsmacht Microsofts für Web- und Desktop-Rendering sei nur schwer etwas entgegenzusetzen.

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