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Mozilla nimmt Abschied von der Web-Suite

03.04.2003 | 16:45 Uhr |

Das Open-Source-Projekt Mozilla ändert den Entwicklungsansatz für seine gleichnamige Browser-Suite. Statt einer integrierten Anwendung mit Browser, Mail-Client, Web-Editor, Newsreader und Chat-Programm werden die Browser-Komponente und der Mail-Client als eigenständige Anwendungen weiterentwickelt.

Das Open-Source-Projekt Mozilla ändert den Entwicklungsansatz für seine gleichnamige Browser-Suite, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet. Statt einer integrierten Anwendung mit Browser, Mail-Client, Web-Editor, Newsreader und Chat-Programm werden die Browser-Komponente und der Mail-Client als eigenständige Anwendungen weiterentwickelt.

Als Basis dienen die Projekte "Phoenix" und "Minotaur", wie eine jetzt veröffentlichten Roadmap vorsieht. Pläne für die weiteren Bestandteile der Suite existieren noch nicht.

Phoenix sei kleiner, schneller und besser, heißt es in der Roadmap. Vor allem die Möglichkeit, den Funktionsumfang durch Add-ons individuell zu gestalten, sei vorteilhaft. Basis der Anwendung bleibt die Rendering-Engine "Gecko", die allerdings verbessert werden soll. Damit reagiert Mozilla auf Kritik, die laut geworden ist, nachdem Apple für seinen Mac-OS-X-Browser "Safari" auf KHTML zurückgegriffen hatte.

Mit der Abkehr von der Web-Suite hin zu modularen Anwendungen steigen die Entwickler vom XPToolkit auf die XUL (XML-based User Interface Language) um.

Die Version 1.4, die seit gestern als Alphaversion erhältlich ist ( wir berichteten ), soll zunächst wie ursprünglich geplant fertiggestellt werden. Die erste Phoenix-basierende Variante 1.5 erscheint voraussichtlich im August 2003.

Alpha-Version von Mozilla 1.4 (PC-WELT Online, 02.04.2003)

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