Mozilla

Thunderbird - die Community soll fortan neue Funktionen entwickeln

Montag den 09.07.2012 um 13:41 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Mozilla Thunderbird
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© Mozilla
Mozilla will für die Mail-Software Thunderbird künftig keine neuen Funktionen selbst entwickeln. Diese Aufgabe soll künftig die Fan-Gemeinde übernehmen.
Mozilla hatte kürzlich verkündet für Mail-Software Thunderbird nur noch Stabilitäts- und Sicherheitsupdates veröffentlichen zu wollen. Mittlerweile erreichte uns eine Stellungnahme von Mozilla zu diesem Thema, in dem die Pläne für Thunderbird etwas genauer erläutert werden. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass Mozilla das Mail-Programm Thunderbird als "ausgereiftes Programm" einstufe und daher künftig nur noch dessen Stabilität verbessern und Sicherheitslücken schließen wolle. Die Entwicklung neuer Funktionen bleibe dagegen der "Community vorbehalten, die auch bisher in den einzelnen Ländern die Innovation vorangetrieben hat und das sicherlich auch weiterhin tun wird", so Mozilla.

Anschließend hebt Mozilla in der Mitteilung wichtige Punkte für die Zukunft von Thunderbird hervor. So heißt es: "Die Mozilla Thunderbird Community kann weiterhin den Feature-Prozess bestimmen. Erste Reaktionen aus der Community deuten auch darauf hin, dass gezielt an weiteren Funktionen gearbeitet wird." Im Herbst sollen voraussichtlich eine neue Oberfläche für Thunderbird erscheinen. Hinzu kommen ein neuer lokaler Dateihoster, ein neuer Mail-Adresspartner und eine communitybasierte Instant Messaging Funktion.

Außerdem betont Mozilla: "Wir unterscheiden zwischen der Unternehmensversion (ESR) und der Version für Privatanwender. Beide erhalten regelmäßig weitere Sicherheitsupdates, im Privatbereich werden die Features der Community auch Eingang in den normalen Release Prozess finden."

Montag den 09.07.2012 um 13:41 Uhr

von Panagiotis Kolokythas

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (9)
  • kalweit 18:50 | 11.07.2012

    Zitat: Hascheff
    Trotzdem ist die Agumentation von gewohnter Oberfläche und Kundenbindung einleuchtend.


    Sicher. Der Grund war/ist aber nicht ausschlaggebend. Wenn dem so wäre, dürfte kaum noch einer MS Office ab 2007 oder gar Windows 7 benutzen. Dem ist aber nicht so.

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  • Hascheff 17:34 | 11.07.2012

    Zitat: kalweit
    Nicht wirklich.

    Mag sein. Trotzdem ist die Agumentation von gewohnter Oberfläche und Kundenbindung einleuchtend.
    Zitat: Joa
    Wenn aber mit einer neuen Version sowieso alles anders ist und vertraute Bedienungsabläufe nicht mehr funktionieren, ist genau das der Zeitpunkt, sich bei bei der Konkurrenz umzuschauen.

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  • kalweit 09:30 | 10.07.2012

    Zitat: Joa
    Der Niedergang des InternetExplorers begann nicht mit dem IE6 (der ja heute noch seine Anhänger hat), sondern mit dem Nachfolger.


    Nicht wirklich. Den wesentlichen Vorsprung hat man mit dem IE6 eingebüßt, da man sehr lange geglaubt hat, neue Webstandards nicht unterstützen zu müssen und deswegen keinerlei Weiterentwicklung betrieben hat. Über das GUI des IE7 sind mir seinerzeit kaum Klagen untergekommen. Was die Verbreitung des IE6 angeht, kann man sich auch täuschen, da viele Crawler diesen als UserAgent bei ihren Streifzügen angeben.

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  • Joa 09:12 | 10.07.2012

    Der Niedergang des InternetExplorers begann nicht mit dem IE6 (der ja heute noch seine Anhänger hat), sondern mit dem Nachfolger.
    Und warum?
    Nicht wegen neuer Funktionen, sondern wegen einer komplett umgekrempelten Oberfläche!

    Genau den Fehler macht Mozilla schon die ganze Zeit: Anstatt einfach weitere Optionen in seine Programme einzubauen, werden wesentliche Bestandteile der Oberfläche (z.B. Statuszeile, grafische Schaltflächen) zwangsweise abgeschafft oder zur Unkenntlichkeit entstellt. Dabei ist die gewohnte Bedienung ein Hauptfaktor in der Kundenbindung.
    Die Umgewöhnung ist doch der Grund, warum viele vor dem Wechsel zu einem fremden Programm zurückscheuen. Wenn aber mit einer neuen Version sowieso alles anders ist und vertraute Bedienungsabläufe nicht mehr funktionieren, ist genau das der Zeitpunkt, sich bei bei der Konkurrenz umzuschauen.

    Im Herbst soll voraussichtlich eine neue Oberfläche für Thunderbird erscheinen.
    Dafür verschwenden sie ihre Zeit. Das hält kein noch so ausgereiftes Programm auf Dauer aus!

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  • kalweit 22:11 | 09.07.2012

    Zitat: chipchap
    Hochmut kommt eben vor dem Fall.


    Jupp, nur mit dem Unterschied, dass Mozilla keine 10 Jahre Zeit haben wird, sich an den Gedanken zu gewöhnen.

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