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Firefox verrät Pläne für 2012

Freitag den 16.03.2012 um 14:10 Uhr

von Benjamin Schischka

Firefox 2012
Vergrößern Firefox 2012
© Mozilla
Erst vor kurzem hat Mozilla Firefox 11 veröffentlicht. In einem Blog-Eintrag gibt Robert Nyman, Technical Evangelist Mozilla, Einblick in die Firefox-Pläne für 2012.

11 Mal schneller als Firefox 3.6

Zunächst fasst er das Jahr 2011 zusammen. Die Update-Zyklen wurden auf sechs Wochen verkürzt – was schnellere Updates für den User bedeute. Nyman verbucht den Sechs-Wochen-Rhythmus als wichtig für die Verbesserung des Webs. Speziell für Entwickler hebt er den neuen Firefox Aurora Channel hervor, in dem sehr frühe Firefox-Versionen zum Download bereit stehen – zusätzlich zu Firefox Beta und Firefox Nightly. Im Vergleich zu früher habe sich der Browser stark verbessert: Das letzte Firefox-Release 2011 sei 11 Mal schneller als Firefox 3.6. Firefox benötige trotzdem 50% weniger Speicher als früher. 2011 kam aber auch Firefox für Android und Mozilla führte „Do Not Track“ ein. Das Feature signalisiert Werbenetzwerken auf freiwilliger Basis die Datensammelei einzuschränken. Insgesamt seien 2011 10.881 Änderungen und Verbesserungen an Firefox durchgeführt worden. Laut Nyman kamen 83 neue Funktionen dazu und 135 neue Entwickler-Schnittstellen (APIs). 2011 sollen 480.000.000 Addons in Firefox installiert worden sein.


Für 2012 peilen die Mozilla-Entwickler eine verbesserte Addon-Kompatibilität an. Das ist bei verkürzen Update-Zyklen besonders wichtig. Schon seit Firefox 10 werden Addons darum standardmäßig nach dem Update aktiviert. Besonderes Augenmerk legen die Entwickler außerdem auf Sync – die Funktion zum automatischen Synchronisieren von Lesezeichen und Einstellungen. Seit Firefox 11 darf man beispielsweise auch Addons synchronisieren. Vorteil: Sie sind zuhause und im Büro auf dem gleichen Stand.

Neu in Firefox: Silent Updates, PDF-Reader & Passwort-Manager

Und noch ein Punkt, der bei Updates im Sechs-Wochen-Rhythmus wichtig ist: Silent updates sollen vom User weitgehend unbemerkt im Hintegrund Firefox aktuell halten. Die stillen Updates seien aktuell für Firefox 12 eingeplant. Nyman verrät weiter, dass man die Entwickler-Tools weiterentwickeln wolle. In der Roadmap von Mozilla kann man weiter nachlesen, dass Firefox 2012 einen integrierten PDF-Reader erhalten soll, wie ihn etwa Chrome schon hat. Es ist auch von einem Re-Design die Rede, das einladender und moderner sein soll. Unter dem Punkt „Log in to Firefox“ führt die Roadmap einen Passwort-Manager, der das Hantieren mit dutzenden von Passwörtern beenden soll. Außerdem – und das ist für Addon-Poweruser sicher eine gute Nachricht – will Mozilla den Usern Werkzeuge an die Hand geben, die Details über den Ressourcenverbrauch einzelner Addons liefern sollen.

Freitag den 16.03.2012 um 14:10 Uhr

von Benjamin Schischka

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (28)
  • magiceye04 19:57 | 18.03.2012

    Gerade die ESR von 10.0.2 auf 10.0.3 updated - 18MB ??
    Das ist doch quasi die komplette Installation. Bei so einem niedrigen Sprung würde ich erwarten, dass nur ein paar Dateien/DLLs geändert werden müssen, aber doch nicht gleich das ganze Paket. :/
    Die Addons haben danach noch funktioniert, Ausnahme: CHM-Reader. Kann ich aber verschmerzen, so oft lese ich keine CHMs.
    Bei Thunderbird genau das Gleiche: von 10.0 auf 10.0.3 werden die vollen 18MB heruntergeladen. :<

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  • deoroller 18:30 | 18.03.2012
  • Joa 17:01 | 18.03.2012

    Klar bleibe ich Firefox treu. Und zwar der 3.6-Reihe!
    Ganz konservativ mit einer Statuszeile unten, einer Menüleiste oben und der Tableiste über dem angezeigten Fenster. So wie es hingehört, und nicht wie ein amerikanischer Designer es für schick hält.

    Wenn Firefox 3.6.x mal nicht mehr gepflegt wird, dann ...werde ich langsam anfangen, darüber nachzudenken, womit ich mich sicherer fühle: Mit einem bewährten Browser, der eben nicht porentief dicht ist, oder mit einem Rabbit-Release, an dem ständig wer mit der heißen Nadel rumflickt – und das dadurch zunehmend porös wird.

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  • tempranillo 23:09 | 17.03.2012

    Das ist richtig. Aber mal ganz abgesehen davon, dass meist gar nicht das Addon inkompatibel ist (bzw. war), sondern nur die Versionsbezeichnung, fällt mir kein wirklich relevantes Beispiel ein. Hier laufen

    Adblock plus
    Downloadhelper
    Flagfox
    Fox!Box
    ProxTube
    Ubuntu Firefox Modifications
    Global Menu Bar Integration

    völlig problemlos. Trotz der Updates.

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  • magiceye04 22:49 | 17.03.2012

    Mir gings weniger um die stillen updates, sondern mehr darum, dass die Entwickler nicht mehr hinterherkommen. Bei Chrome kommen alle Funktionen von google, bei Mozilla kann/darf/muss eben vieles über Addons nachgerüstet werden. Nützt ja nix, wenn sich Mozilla still auf dem laufenden Stand hält, während die Addons das nicht tun, weil erst später oder nie fertig.

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