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Firefox-OS - erste Geräte kommen Anfang 2013

16.11.2012 | 12:51 Uhr |

Die ersten Geräte mit Firefox-OS sollen laut Mozilla bereits Anfang 2013 in den Handel kommen. Mozilla setzt große Hoffnungen auf das neue mobile Betriebssystem.

Mozilla hat angekündigt, dass bereits Anfang 2013 die ersten Geräte mit dem neuen mobilen Betriebssystem Firefox-OS auf den Markt kommen sollen. Laut Mozilla sollen diese Geräte über das Telekommunikationsunternehmen Telefónica vertrieben werden. Mozilla verspricht mit Firefox-OS die "erste wirklich offene Plattform" für mobile Geräte.

In Mozillas Jahresbericht für 2011, dem State of Mozilla , wird im Bereich "Mozilla mobilisiert" auf die Pläne mit Firefox-OS eingegangen. In dem Bericht heißt es: "Genau wie auf dem Desktop macht sich Mozilla daran, sicherzustellen, dass das mobile Internet voller Freiheit, Auswahl und Chancen ist und dass es Nutzern die Möglichkeit bietet, alles zu schaffen, was sie möchten. Mit Firefox-OS können wir die Welt der nativen Betriebssysteme und geschlossenen Plattformen wieder aufbrechen."

Entwickler, so Mozilla weiter, begeistern sich bereits für HTML5, aber bisher würden sie sich mit HTML5-Anwendungen auf Mobilgeräten zurückhalten, weil sie nicht so auf die grundlegenden Fähigkeiten der Geräte zugreifen können wie native Anwendungen. "Firefox-OS überwindet diese Beschränkungen und bietet die nötigen APIs, um zu zeigen, wie es möglich ist, ein ganzes Gerät mit offenen Standards zu betreiben", heißt es von Mozilla.

Mit den ersten Geräten mit Firefox-OS wollen man HTML5 als verwendbare Plattform für die Mobilgerät-Industrie aufbrechen. Das Internet werde als Plattform den Entwicklern die Freiheit geben, bahnbrechende neue Anwendungen zu entwickeln.

Das ist übrigens auch eine Strategie von Microsoft. Das Unternehmen hat mit dem Internet Explorer 10 für Windows 8 und Windows RT den ersten Browser ausgeliefert hat, der für die Bedienung per Touch optimiert ist und 100 Prozent der auf dem Display zur Verfügung stehenden Pixeln für Web-Apps zur Verfügung stellt. Hinzu kommen für Entwickler alle notwendigen Werkzeuge zur Entwicklung solcher Web-Apps. Das Zeitalter der herkömmlichen Apps, wie man sie auf mobilen Androiden und iOS-Geräten kennt, dürfte damit aber noch lange nicht vorbei sein. Vor allem Anbieter, die für ihre Apps auch Geld verlangen oder kostenpflichtigen Content (Videos, Musik, etc) anbieten wollen, sind die Apps weiterhin die bessere Lösung, weil hier bessere Sicherungsmechanismen dabei helfen, dass die Inhalte nicht illegal verbreitet werden.

Wie erfolgreich Mozilla mit Firefox-OS sein wird, bleibt abzuwarten. Neue Geldquellen kann Mozilla aber gut gebrauchen. In seinem Jahresbericht weist Mozilla indirekt auch auf die finanzielle Abhängigkeit von Google hin. "Der Großteil unserer Einnahmen stammt aus der Suchfunktion im Firefox-Browser. Google ist die größte Einnahmequelle", so Mozilla. Im vergangenen Dezember hatte Mozilla mit Google einen neuen Vertrag ausgehandelt, der für mindestens drei Jahre gilt.

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