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Firefox 3.0 mit mehr Sicherheitsfunktionen

15.02.2008 | 12:19 Uhr |

Der in Firefox 3.0 integrierte Anti-Malware-Blocker stellt laut Angaben von Mozillas Chefentwickler die wichtigste Neuerung im Bereich Sicherheit dar, die die nächste große Version von Firefox bieten wird.

Die neue Funktion trägt offiziell den Namen “Malware Protection” und soll Anwender warnen, bevor sie eine Website besuchen, die bekannt dafür ist, Viren, trojanische Pferde, Spyware oder andere Schädlinge auf den Rechner zu installieren.

Mike Schroepfer, Mozilla Vice President of Engineering, bezeichnet die Anti-Malware-Funktion von Firefox 3.0 als Evolution der Anti-Phishing-Funktion in Firefox 2.0 und als wichtigste, neue Sicherheitsfunktion überhaupt. „Das ist Teil unserer aktiven Verteidigung“, sagte Schroepfer und fügte hinzu, dass die Umsetzung eines solchen Schutzes schwer sei. „Man muss das Laden einer Seite verhindern, bevor es geschieht. Und man muss auf die Performance achten, weil der Browser extra Arbeit zu erledigen hat“, so Schroepfer. Firefox 3.0 soll dazu in der Lage sein, diese Aufgabe zu bewältigen, ohne dass dies einen Einfluss auf die Surfgeschwindigkeit hat.

Wie beim Anti-Phishing-Blocker in Firefox 2.0 kommt bei der neuen Sicherheitsfunktion in Firefox 3.0 eine Liste zum Einsatz, die von Google erstellt wird und die gefährliche Websites enthält. Anwender werden die Möglichkeit haben, die Blacklist täglich zu aktualisieren. Alternativ wird es auch möglich sein, den Browser so einzustellen, dass vor einem Besuch einer Website, jedes Mal in Echtzeit ein Kontakt zu Google-Servern aufgenommen wird und so überprüft wird, ob die zu besuchende Website sicher ist.

Zu den weiteren, neuen Sicherheitsfunktionen gehört laut Schroepfer die so genannte “one-click site info”. Diese Funktion erlaubt es dem Anwender zu überprüfen, wem die besuchte Website wirklich gehört und ob die Verbindung zu der Website verschlüsselt erfolgt.

Unabhängig von den Sicherheitsfunktionen bezeichnet Schroepfer Firefox als den ohnehin sichersten Browser überhaupt. „Wir sind die Schnellsten, was das Patchen angeht und wir Patchen sogar, wenn der Fehler nicht in unserer Software liegt“, so Schroepfer und weist bei der Gelegenheit auf ein Update für FIrefox in Oktober 2007 hin, bei dem laut Angaben von Schroepfer Firefox vor einem Bug geschützt wurde, der in Windows steckte.

Firefox 3.0 wird künftig nicht nur automatisch überprüfen, ob Updates für den Browser oder die installierten Erweiterungen vorliegen, sondern auch kontrollieren, ob Updates für Plug-Ins wie Quicktime, Java oder Flash existieren. In der aktuellen Beta 3 von Firefox 3.0 ist diese Funktion aber noch nicht verfügbar.

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