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Mozilla-Chef Brendan Eich tritt zurück

04.04.2014 | 09:54 Uhr |

Brendan Eich tritt als Mozilla-Chef zurück. Er zieht damit die Konsequenzen aus seiner umstrittenen Spende gegen Homo-Ehen.

Vor wenigen Tagen erst trat Brendan Eich seine Stelle als CEO von Mozilla an. Prompt formierte sich innerhalb der Mozilla-Belegschaft Widerstand gegen Eich. Weil dieser im Jahr 2008 einen Gesetzentwurf gegen gleichgeschlechtliche Ehen mit 1000 Dollar unterstützt hatte. Das passte der weltoffenen Entwicklermannschaft von Mozilla offensichtlich nicht, einige Mitarbeiter forderten den Rücktritt Eichs.

Und dann kam es wie es kommen musste: Zunächst wehrte sich Mozilla-CEO Eich gegen die Rücktrittsforderungen. Doch die Protest-Lawine kam ins Rollen: Mehr als 70.000 Menschen unterzeichneten eine Petition, die Eichs Rücktritt als Mozilla-CEO forderte. Drei Vorstandsmitglieder von Mozilla sollen aufgrund der Enthüllung zurückgetreten sein und die Dating-Website OKCupid rief öffentlich zum Firefox-Boykott auf.

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Jetzt teilte Mitchell Baker, Executive Chairwoman von Mozilla, den Rücktritt von Eich von der Stelle des CEO mit. Mozilla habe sich nicht so verhalten, wie es nötig gewesen wäre. Denn Mozilla würde sich für die Gleichberechtigung aller Menschen einsetzen. Mozilla habe aber nicht schnell genug auf die Kritik reagiert. Doch jetzt habe Brendan Eich sich entschlossen von seiner Position zurück zu treten. Er traf diese Entscheidung für Mozilla, wie Baker betonte. Wer seine Nachfolge antreten werde, würde Mozilla noch besprechen.

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