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Moviebeam: Neuartiger Movie-on-Demand-Dienst startet in den USA

14.02.2006 | 13:58 Uhr |

Mit der wachsenden Zahl von Breitband-Internetanschlüssen wurde das Thema Video-on-Demand für viele Anbieter interessant. Anwender ohne DSL bleiben hier aber außen vor, da die zu übertragenden Dateien einfach zu groß wären, um wirklich noch von Video auf Abruf sprechen zu können. In den USA ist jetzt ein neuer Dienst gestartet, der zur Übertragung von Filmen weder Internet noch einen Kabelanschluss benötigt.

Video-on-Demand ist eine schicke Sache. Vor allem, wenn Sie keine Videothek in der Nähe haben, oder keine Lust auf verkratzte Leih-DVDs verspüren. Einige Unternehmen wie T-Online haben bereits derartige Angebote in petto, Voraussetzung ist allerdings ein Breitband-Anschluss, denn sonst wären die Wartezeiten, bis ein Film herunter geladen wurde, einfach zu lang. Wer nun aber kein DSL oder keinen Kabelanschluss hat, guckt in Sachen Video-on-Demand sprichwörtlich in die Röhre. Abhilfe könnte ein Dienst schaffen, der jetzt in den USA an den Start gegangen ist: Moviebeam.

Das System besteht aus einem Receiver mit 160 GB Speicher, angetrieben von einer CPU mit 200 MHz. 100 Filme sind bereits auf dem rund 200 US-Dollar teuren Gerät vorinstalliert, dabei soll laut Unternehmen nahezu jedes Hollywood-Studio vertreten sein. Auch Filme in HDTV liefert der Service, rund 10 Prozent des Angebots soll aus hoch auflösendem Material bestehen. Wöchentlich sollen 10 neue Filme auf das Gerät übertragen werden - per Antenne. Eine kleine Zimmerantenne liegt dem Paket bei.

Eine monatliche Gebühr verlangt der Betreiber nicht, lediglich eine Aktivierungsgebühr in Höhe von 29,99 US-Dollar fällt an. Auch die Preise pro Film sind moderat. So kostet eine Neuerscheinung 3,99 US-Dollar, ältere Filme sollen 1,99 US-Dollar kosten. Für HD-Filme wird ein Aufschlag von einem US-Dollar berechnet. Dafür dürfen sich Anwender den jeweiligen Film 24 Stunden lang so oft ansehen, wie sie wollen.

An Schnittstellen bietet das Empfangsgerät HDMI, Komponente, S-Video sowie diverse Audio-Ausgänge. Daneben verfügt das Gerät über einen Ethernet-Port sowie eine USB-2.0-Schnittstelle, die derzeit aber noch ohne Funktion sind. Laut Unternehmen wäre es künftig auch denkbar, Filme per USB auf andere Geräte zu übertragen, beispielsweise um sie auf tragbaren Playern anzusehen.

Hinter Moviebeam stecken keine Unbekannten. Es stecken unter anderem Walt Disney, Intel und Cisco dahinter. Der Service ist ab sofort in 29 Großstadtgebieten der USA verfügbar. Weitere Informationen finden Sie auf dieser Seite .

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