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Motown: Nette Low-Budget-Produktion aus Deutschland

22.11.2004 | 09:14 Uhr |

Oliver Petzokat "outet" sich als ernst zu nehmender Schauspieler in der deutschen Komödie "Motown".

Motown ist die Geschichte von vier Freunden Mitte zwanzig, deren Stammkneipe, das Motown, zugleich ihr Lebensmittelpunkt ist. Dumme Sprüche, Frauen anbaggern und abhängen, davon handelt dieser Film, dem die Verleihfirma das sperrige Attribut "Coming-of-Age-Komödie" überstülpt. Die alte Clique trifft sich kurz vor Weihnachten wieder und doch hat sich vieles verändert. Pat gibt seine Heirat mit Diaz bekannt und Duke will für immer nach Amerika auswandern und alle sind gezwungen, ihr Leben neu zu ordnen.

Ein deutscher Film, der nur vordergründig eine Komödie in einer Kneipe ist. Einerseits wirkt die Low-Budget-Produktion erfrischender als manche Hollywood-Massenware. Wer aber einen Film vom Format wie "Herr Lehmann" erwartet, wird enttäuscht. Der Plot ist an einigen Stellen etwas träge und auch die Protagonisten wirken oft gequält und zu betont lässig. Wider Erwarten entpuppt sich Oliver Petzokat (auch bekannt als Oli P) als ernsthafter Schauspieler, der offenbar mehr kann als seine Daily-Soap-Auftritte vermuten lassen.

Enttäuschend für einen Film aus dem Jahr 2002 ist dagegen das Angebot an Extras und Zusatzfunktionen. Lediglich einige Textseiten mit den (teils unfreiwillig komischen) Biografien der Hauptdarsteller und ein 15-minütiges wirr zusammengeschnittenes Making-of - da wäre wirklich mehr drin gewesen.

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