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Motorola präsentiert SLVR-Reihe und gibt Ausblick auf 2006

04.04.2006 | 18:02 Uhr |

Auf der gestrigen Pressekonferenz von Motorola brachte der US-amerikanische Handyhersteller zur Feier der neu auf dem Markt erhältlichen Ultraslim-Barrenhandys SLVR L6 und L7 nicht nur die Berliner Innenstadt durch die Projektion des SLVR-Designs auf insgesamt vier Gebäude ?zum Leuchten?, sondern gab auch einen Einblick in die Produktstrategie für das laufende Jahr.





Doch zunächst überschüttete man sich mit allerlei Eigenlob und betonte noch einmal den innovativen Charakter der Marke Motorola, die sich durch das erste in Mitteleuropa erhältliche Ultraslim-Handy RAZR V3 von der Konkurrenz abgesetzt hat und nun imitiert wird.

Anschließend ging der Vice President und Sales Director Europe Ralf Gerbershagen näher auf die SLVR-Modellreihe ein, die sich mit ihrem Namen (SLVR bedeutet ?Splitter?) von Handys anderer Hersteller deutlich absetzen soll. Im Vordergrund stand dabei das L7, das mit seinem ultraflachen Candybar-Design äußerlich kaum vom L6 unterscheidbar ist. Technisch bietet es allerdings mit einem 262K-Display, dem MP3-Player und dem TransFlash-Speicherkartenslot einiges mehr als das L6. Dementsprechend ist das L7 etwas kostspieliger, im Vertrag aber bereits für 1 Euro erhältlich, während das L6 als Prepaidgerät für 111 Euro ohne Vertrag gehandelt wird. Im April soll zudem das L2 erscheinen, eine nahezu identische Variante des L6, das allerdings dem Wunsch vieler Unternehmen nachkommt und keine Kamera integriert hat.

Zuletzt gab Ralf Gerbershagen noch einen Ausblick auf das Jahr 2006: Demnach will Motorola verstärkt auf den Designaspekt ?Farbe? setzen, um somit verschiedenste Zielgruppen ansprechen zu können. Den Mobilfunknutzer erwarten also in Zukunft mehrere Farbvarianten des immer noch beliebten RAZR V3 und neue Handymodelle, die sich farblich den Saisonfarben anpassen. Außerdem will man vermehrt Modeaccessoires und Zubehör dem Lieferumfang eines Handys beilegen, denn immer mehr Konsumenten verlangen danach. Somit will Motorola im Bereich Mode und Fashion weiterhin Trends setzen, um damit entsprechend die Marke zu positionieren und Nokia weitere Marktanteile "abzujagen" - als ehrgeiziges Ziel hat man sich das Erreichen der 17-Prozentmarke gesetzt.

Auch im Musikbereich will Motorola stärkere Akzente setzen, wollte aber selbst auf Nachfrage nicht näher auf die ROKR-Modellreihe eingehen. Auch auf die Frage hin, warum das SLVR L7 in Nordamerika voraussichtlich mit iTunes ausgestattet sein wird, während es in Mitteleuropa lediglich einen MP3-Player besitzt, gab es keine zufrieden stellende Antwort. Offensichtlich sollte an diesem feierlichen Abend nicht an kaum überdeckbare Misserfolge erinnert werden, denn das bislang einzige iTunes-Handy in Mitteleuropa ROKR E1 war unbestreitbar ein Flop.

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