13780

Motorola-Studie zeigt nationale Unterschiede der Breitbandnutzung

08.07.2006 | 14:52 Uhr |

VoIP ist in Deutschland und Frankreich am meisten verbreitet, das zeigen die Ergebnisse einer von Motorola in Europa durchgeführten Studie.

Bei der Videotelefonie geben dagegen Italien und Spanien den Ton an, auch das Downloaden von Inhalten und der Wunsch nach der Konvergenz von Fest- und Mobilnetzen ist bei beiden Ländern hoch im Kurs. In Sachen Bekanntheit und Nutzung von Breitbanddiensten liegt Grossbritannien hinter dem Rest Europas deutlich zurück.

Die kürzlich von Motorola veröffentlichte Studie, bei der 2.500 Personen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Grossbritannien befragt wurden, zeigt europaweit deutliche Wachstumsindikatoren für die in Privathaushalten genutzten Breitbanddienste.

Dazu Nobert Quinkert, Vorsitzender der Geschäftsführung, Motorola GmbH: "Die regionalen Unterschiede zeigen die Notwendigkeit für die Anbieterseite, neuesten Trends wachsende Aufmerksamkeit zu schenken und eine intelligente, schnelle und durchdachte Infrastruktur zu entwickeln, die den steigenden Verbraucheransprüchen gerecht wird."

Das scheint in Deutschland im Bereich Voice over Internet Protocol (VoIP) bereits gelungen zu sein. 91 Prozent der befragten Personen war bewußt, dass Sie über Breitband auch telefonieren können. 29 Prozent davon, nutzen diese Möglichkeit auch. In Italien und Spanien hingegen, ist es den Anbietern vor allem gelungen, die Akzeptanz für das Breitband als Zugang zu Inhalten wie Musik, Videos, TV und Filmen zu etablieren. Deutschland konnte sich hier einzig bei den TV-Inhalten auf einem Spitzenplatz positionieren. Grossbritannien hingegen hinkt in nahezu allen Aspekten der Studie Kontinentaleuropa hinterher.

Bei der Beschaffung eines Breitbandanschlusses war in der Vergangenheit der Preis ein Schlüsselfaktor, heute gaben 58 Prozent der Befragten die Geschwindigkeit als Kernkriterium an. "Angetrieben durch sinkende Preise und neue Dienste bewegt sich der europäische Breitbandmarkt weiterhin mit rasantem Tempo. Im letzten Jahr sind in Europa 20 Millionen neue Breitbandhaushalte hinzugekommen, damit doppelt so viele wie 2005 in Amerika. Zum Ende dieses Jahrzehntes rechnen wir mit 134 Millionen Breitbandanmeldungen in Europa, was mehr als 61 Prozent aller Haushalte in dieser Region entspricht. Damit wird eine aussichtsreiche Grundlage für ein attraktives Dienstleistungsangebot für vernetzte Verbraucher geschaffen," sagt Martin Olausson, Senior Analyst beim Marktforschungsinstitut Strategy Analytics .

0 Kommentare zu diesem Artikel
13780