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Motorola International erweitert sein Sortiment

04.04.2006 | 16:34 Uhr |

Motorola geht in die Produktoffensive: Mit fünf Neuvorstellungen für den stilbewussten Einsteiger-Bereich betritt der amerikanische Handyhersteller wieder den felsigen Grund des Lowend-Segments. Dass die meisten der vorgestellten Modelle zumindest optisch miteinander verwandt sind, lässt sich kaum leugnen. Bislang wurden nur die wenigsten hier gezeigten Modelle für den weltweiten Markt angekündigt, sondern finden sich in erster Linie auf Motorolas Internet-Seiten für den amerikanischen Markt wieder - da es sich in der Regel um GSM-Handys handelt, gilt die Markteinführung in Europa dennoch wahrscheinlich.



Aus technischer Sicht ist das C261 das hochwertigste Mobiltelefon der neuen Einsteigermodelle. Mit seiner integrierten VGA-Kamera kann es Fotos mit einer Auflösung von bis zu 640x480 Pixeln aufnehmen. Das Display ist mit 128x160 Bildpunkten vergleichbar groß mit älteren Einsteigermodellen von Siemens ( C65 ) und aktuellen Prepaid-Modellen von Samsung ( C210N ) und stellt bis zu 65.536 Farben dar.

Die Akkuleistung ist für Geräte des Entry-Segments von entscheidender Bedeutung. Auch in diesem Bereich orientiert sich das C261 am Mittelwert der Industrie: Die maximale Standby-Zeit wird von Motorola mit knapp 250 Stunden angegeben, der Wert für Dauergespräche erreicht mit etwas weniger als 8 Stunden (450 Minuten) fast schon Rekordniveau. Das Motorola C261 soll noch im vierten Quartal, also pünktlich zum Weihnachtsgeschäft, im Handel erscheinen.

Das Motorola C257 unterscheidet sich vom C261 optisch lediglich mit einer anderen Farbgebung, technisch sind beide Modelle angesichts der veröffentlichten Spezifikationen fast identisch: Bei diesem Gerät verzichtet der Hersteller lediglich auf die integrierte Digitalkamera, um den Preis fürs durchaus innovative Design zu schmälern und das Gerät auch für eine Kundschaft schmackhaft zu machen, die mit Handy-Cams nichts anzufangen wissen. Beide Geräte können sowohl herkömmliche Kurznachrichten oder Multimedia-Messages versenden. Mit den integrierten Browsern lassen sich WAP2.0-Seiten darstellen. Das C257 wird ebenfalls im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen.

Mit dem Lifestyle-Gerät C168 richtet sich Motorola an Nutzer, die keinen großen Wert auf eine Kamera legen, dafür jedoch nicht auf PIM-Funktionen verzichten möchten. Das Telefonbuch des Barren-Handys kann 600 Einträge speichern und bis zu 250 Kurznachrichten archivieren. Zusätzlich verfügt das Handset über Kalender, Weckfunktion und eine Stoppuhr. Optisch unterscheidet sich das C168 von den beiden erstgenannten Gerätschaften nur mit einer etwas eckigeren Formgebung und einer begradigten Tastatur, die das Handy kompakter erscheinen lässt. Im Gegensatz zu den anderen Modellen verfügt das C168 darüber hinaus über ein integriertes UKW-Radio für die morgendliche Busfahrt zur Arbeit. Der Akku soll selbst das C257 in den Schatten stellen, hält nach Angaben des Herstellers im Standby-Modus rund 2 Wochen und erlaubt eine maximale Gesprächszeit von etwas über 9 Stunden (550 Minuten). Der Erscheinungstermin ist auch bei diesem Modell für das vierte Quartal festgelegt.







Das Motorola C118 ist der Nachfolger des in Deutschland exklusiv bei Vodafone angebotenen und für die Zuhause-Telefonie optimierten Prepaid-Handys C116 . Optisch orientiert es sich wie die meisten neuen Handys am Formfaktor des zur CeBIT gezeigten SLVR V8 bzw. dem für Amerika vorgestellten Motorola L6 und wirkt selbst für ein Prepaid-Modell noch äußerst ansprechend - über das noch vom legendären V60 stammende Monochromdisplay mit Minimalauflösung kann das aber kaum hinwegtäuschen.

Dafür bietet das C118 die längste Gesprächszeit der neuen Motorolas: von rund 700 Minuten (etwa 11 Stunden) Dauergespräch ist die Rede. Das reicht nicht nur, um gängige Minutenpakete von typischen Mobilfunkverträgen komplett an einem Stück abzutelefonieren, sondern garantiert auch eine deutlch längere Erreichbarkeit für Vielreisende, die selten in den Genuss von Wänden respektive Steckdosen gelangen. Dafür verzichtet man vermutlich gerne auf Features wie ein farbiges Display oder eine integrierte Kamera. MMS lassen sich mit dem C118 übrigens weder empfangen noch versenden.

Auch einen Browser sucht man auf dem Gerät vergeblich, dafür sollen zwei Spiele bereits vorinstalliert sein - man fühlt sich an das Jahr 2002 erinnert.

Das Motorola C139 glänzt gegenüber dem "phone-and-forget"-Modell C118 mit einem Farbdisplay, dem allerdings nur eine vorsintflutliche Farbtiefe von zwölf Bit (4.096 Farben) mit auf den Weg gegeben wird - es lagen wohl noch Displaykomponenten vom C550 auf Lager. Das Tastaturfeld ist stärker gekrümmt als bei den anderen Modellen und prädestiniert das Telefon fürs Lifestyle-Lager. Nettes Gimmick: ähnlich wie Nokias 1110 oder 3100 verfügt das C139 über eine kleine Taschenlampe, die sich mit einem längeren Tastendruck aktivieren lässt - das hilft zum Beispiel beim Finden von Schlüssellöchern nach durchzechten Abenden.

Auch bei diesem Modell verwendet Motorola einen deutlich leistungsstärkeren Akku als in der Vorgängergeneration: er erlaubt eine Gesprächszeit von maximal 700 Minuten (11 Stunden), auch die Standby-Zeit liegt mit bis zu 450 Stunden weit über den Angaben anderer Hersteller - ob sich diese Werte in der Praxis bestätigen, bleibt abzuwarten.

Auf den Minimalismus folgt das Smartphone: Das derzeit bei zwei amerikanischen Netzbetreibern erscheinende i930 läuft unter dem Betriebssystem Windows Mobile 2003 Second Edition und funkt außer in den amerikanischen iDEN-Netzen auch in GSM-Netzen mit 900/1800/1900 MHz und ist damit ein potenzieller, wenn auch unwahrscheinlicher Kandidat für europäische Märkte.

Das i930 ist wie seine MPx-Vorgänger abgesehen von seiner abstehenden Außenantenne zwar relativ klein, bei 30mm Gehäusetiefe aber extrem dick. 167g Gewicht entsprechen mit Sicherheit auch nicht der State-of-the-Art des Smartphone-Baus, liegen aber angesichts der potenziellen Funktionsvielfalt etwas leichter in der Hosentasche, als es sich auf den ersten Blick anhört. Über einen Speicherkartenslot lässt sich der Speicher des i930 mit MMC- und SD-Karten erweitern.

Daten kann das Mobiltelefon über eine Bluetooth-Schnittstelle mit anderen Geräten austauschen, einen für ältere Notebooks und PDAs oder den bequemen Austausch von Visitenkarten wichtigen IrDA-Port findet man nicht an dem Gerät. Neben den üblichen Windows-Mobile Applikationen wie die über ActiveSync mit PCs abgleichbare Pocket Outlook Suite findet man die z.B. auch beim MPx200 bereits installierte ClearVue Suite zur Ansicht von gängigen Office-Formaten wie PowerPoint-Präsentationen, Excel-Dateien, Word-Dokumenten oder PDFs. Der US-Netzbetreiber Sprint wird das Motorola i930 im vierten Quartal, vermutlich bereits im Okotber, für den Preis von 499 US-Dollar in den Handel bringen. Nach so vielen Neuvorstellungen und amerikanischen Exotensmartphones gibt es auch eine Vorstellung für den deutschen Markt.


An dieser Stelle sei angemerkt, dass es sich immer lohnt, seinen Blick in die Ferne schweifen zu lassen, denn bei Motorolas V360 , das das Unternehmen heute für Europa ankündigte und ab sofort zu einem Preis von nur ?219,- in die Läden stellt, handelt es sich um ein Gerät, das der Konzern bereits Anfang des Jahres ohne Nennung eines Zielmarktes ankündigte. Des Folder-Geräts Spezialitäten sind Design und Musik: das Außendisplay stellt seine Informationen, darunter eine Analoguhr im Bauhaus-Stil, zwar nur in Schwarzweiß dar, bietet dafür aber einen MP3-Player und - man höre und staune - eine Erweiterungsmöglichkeit für Transflash-Karten.
Damit konkurriert es mit einem noch nicht ganz am Markt angekommenen Modell von Samsung Electronics: dem SGH-X800 . Auf der Oberseite des Folders findet man eine integrierte VGA-Kamera, die Innenseite birgt ein professionelles Lifestyle-Display mit 176x220 Pixeln Auflösung und 262.144 Farben. Weiteres Highlight des mit 5MB internem Speicher nicht gerade königlich bestückten V360: es verfügt über die hierzulande nach wie vor stiefmütterlich behandelte Push-To-Talk-Funktionalität und ist damit vor allem für T-Mobiles Ladentheken prädestiniert. Welche Netzbetreiber sich dem Gerät tatsächlich annehmen, ist allerdings noch nicht bekannt.

Mehr Informationen:
» Geräteübersicht von Motorola
» News: Vodafone bringt neue Geräte
» Datenblatt zum Motorola V360

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