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Die Rolex unter den Handys

Motorola hat ein Luxushandy vorgestellt, dass sich in Design und Verarbeitung an teuren, mechanischen Uhren orientiert. Hingucker am Motorola Aura ist ohne Zweifel das runde hochauflösende Display, das von einer Scheibe aus Saphirglas geschützt ist. Die Ausstattung ist hingegen mager.

Motorola hat ein Handy vorgestellt, dass eher einer Wertanlage gleicht, als einem Gebrauchsgegenstand. Bei der Konzeption des Motorola Aura holte sich das Unternehmen Inspiration von Luxus-Uhren und dementsprechend wird es beschrieben. 700 Komponenten wurden nach Aussage des Herstellers sorgfältig ineinander gefügt, Saphirglas mit 162 Karat schützt das Display und das Gehäuse ist aus beschichtetem Edelstahl gefertigt. Dessen Herstellung alleine dauere bereits zwei Wochen.

Wie bei guten Uhren, greift Motorola auch bei der Herstellung des Aura auf Schweizer Know-How zurück. Das Handy öffnet sich über einen Drehmechanismus, dessen Lager aus einer Schweizer Präzisionswerkstatt stammt. Die Räder bestehen aus gehärtetem und beschichtetem Stahl,, wie er auch in Hochleistungsmotoren zum Einsatz kommt. Die Tastatur aus Aluminium verspricht ebenfalls lange Haltbarkeit.

Ganz im Gegensatz zum liebevoll gestalteten Gehäuse hat Motorola die Ausstattung des Aura nur stiefmütterlich behandelt. Highlight und Hingucker ist sicherlich das Display. Das liegt nicht nur an der ungewöhnlichen runden Form, sondern auch an der extrem hohen Auflösung von 480 Pixeln im Durchmesser. Sie sind auf 1,55 Zoll zusammengequetscht, was einer Pixeldichte von 300 DPI entspricht. Das ist Fotoqualität. Treppchenbildung und unschöne Kantenverläufe sollten damit ausgeschlossen sein.

Die 2-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist dagegen nur für Schnappschüsse und MMS-Grüße tauglich. Ein Autofokus fehlt ihr ebenso wie ein Blitz, der Nutzer kann jedoch Videos aufnehmen. Ein Musikplayer, der neben MP3 und (e)AAC(+) auch WMA v10 abspielen kann, vervollständigt die Multimedia-Funktionen. Außerdem verfügt das Aura über 2 Gigabyte internen Speicher, der aber nicht mit Speicherkarten aufgerüstet werden kann. Dank Quadband-GSM ist man fast weltweit erreichbar, der Datenversand erfolgt über GPRS und EDGE. Mit dem Aura lassen sich sehr lange Telefonate führen, Motorola gibt die Gesprächszeit mit bis zu 7,3 Stunden an.

Dass man ein Luxushandy bei sich trägt, spürt man leider auch in der Tasche. Bei Maßen von 96x48x18,5 Millimetern wird es darin schnell eng und 141 Gramm ziehen sie nach unten. Nokia zeigt mit dem 8800 Arte , dass man edle Mobiltelefone auch schmaler bauen kann. Leichter ist es allerdings auch nicht. Das Motorola Aura erscheint zu Weihnachten in den Läden. Einen Preis für Deutschland hat das Unternehmen noch nicht festgelegt. Im US-amerikanischen Motorola-Store ist das Gerät für 2000 Dollar erhältlich, umgerechnet etwa 1500 Euro.

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