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Motorola AXPT: UMTS kommt nach Hause

Wer intensiv Endgeräte mit UMTS-Connectivity nutzt, wird bereits auf einen entscheidenen Mangel des Datenträgers gestoßen zu sein: Verbindet man sein Notebook im Büro mit dem drahtlosen Funkstandard, ist die Empfangsqualität und die Stabilität der Verbindung spürbar geringer als im angrenzenden Parkgelände. Alternativ wählte man sich bislang daher in den hoffentlich verfügbaren WLAN-Hotspot der Firma ein, um eine stabile Breitbandverbindung nutzen zu können.

Motorola stellte jetzt einen neuen Ansatz vor, der es auch herkömmlichen UMTS-Gerätschaften ermöglicht, innerhalb von Gebäuden mit hoher Servicequalität über UMTS online gehen zu können. In gewohnter Weise benennt das amerikanische Unternehmen seinen neuesten Wurf mit einem 4LA - einem Four Letter Acronym -, das diesmal dem Deutschen erstmal Rätsel aufgibt. AXPT löst sich nach längerer Betrachtung zu "Access Point" auf und genau das ist es auch: Eine Art Repeater fürs UMTS-Signal, das es Notebooks und Handys mit UMTS-Connectivity ermöglicht, innerhalb von Betonwänden und Glasfassaden störungsfrei mit der Außenwelt zu kommunizieren.

Motorola hat dabei nicht nur die Verbesserung der bestehenden Geräteinfrastruktur im Blickfeld: Auch das kommende, deutlich schnellere HSDPA-Netz soll von AXPT profitieren. Netzbetreiber können sich darauf konzentrieren, mehr Bandbreite für die neuen Netze zur Verfügung zu stellen, anstatt sich auf den Ausbau von alternativen WLAN-Hotspots zu fokussieren.

AXPT dürfte angesichts der mit HSDPA möglichen Datenrate von 3,6 MBps auch zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für geschäftlich genutzte WLAN Access Points werden, denn der Businesskunde benötigt so nur einen einzigen Zugang fürs Mobilfunknetz anstatt sich ständig bei neuen Hotspots anmelden zu müssen. Die erste öffentliche Vorführung der AXPT-Hardware, die reichlich unspektakulär in einem kleinen weißen Kasten Platz finden soll, plant Motorola für die im Feburar stattfindende 3GSM-World in Barcelona.

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