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Moskau trennt sich von Microsoft-Software

28.09.2016 | 16:41 Uhr |

Russland will langfristig ausländische Software-Lösungen mit Produkten aus dem eigenen Land ersetzen.

In der russischen Hauptstadt Moskau sollen künftig weniger Microsoft-Programme zum Einsatz kommen. Damit folgt die Verwaltung der Stadt einer Forderung von Präsident Vladimir Putin nach weniger Abhängigkeit von ausländischer Technologie. Als erster Schritt will Moskau im Rathaus der Stadt Microsofts Exchange Server sowie Outlook von 6000 Computern verbannen. Als Alternative wird ein russisches E-Mail-System vom staatlichen Telekommunikationsunternehmen Rostelecom installiert.

Später könnten 600.000 weitere Rechner und Server folgen, sogar eine komplette Loslösung von Windows und Office sei im Gespräch. Grund für die Umstellung sind die Spannungen zwischen Russland, Europa und den USA. Um russischen Unternehmen den Wettbewerb mit ihren internationalen Konkurrenten zu erleichtern, will Russland möglicherweise sogar die Steuern für US-Technologieunternehmen erhöhen.

Ab 2017 will die Regierung darüber hinaus den Druck auf staatliche Institutionen erhöhen, die nicht auf Software-Lösungen aus Russland umsteigen.

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