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Morpheus setzt künftig auf Gnutella-Netzwerk

28.02.2002 | 16:38 Uhr |

Die Musik-Tauschbörse Morpheus des Betreibers StreamCast (früher bekannt als MusicCity) will in den nächsten Tagen eine neue Morpheus-Software zur Verfügung stellen. Auf der eigenen Web-Seite kündigt Streamcast diesen Schritt an und entschuldigt sich gleichzeitig bei den Usern. In den vergangenen Tagen war die Tauschbörse kaum mehr zu erreichen. Künftig will Streamcast der bisher genutzten Fasttrack-Technologie den Rücken kehren und stattdessen die "Open Source"-Technologie Gnutella nutzen. Die Folge: der Morpheus-Gemeinde stände ein Umzug bevor.

Die Musik-Tauschbörse Morpheus des Betreibers StreamCast (früher bekannt als MusicCity) will in den nächsten Tagen eine neue Morpheus-Software zur Verfügung stellen. Auf der eigenen Web-Seite kündigt Streamcast diesen Schritt an und entschuldigt sich gleichzeitig bei den Usern. In den vergangenen Tagen war die Tauschbörse kaum mehr zu erreichen.

Wie der Nachrichtendienst Cnet berichtet, hat StreamCast-Chairman Steve Griffin in einem Interview gesagt, die neue Software werde auf der Gnutella-Technologie aufbauen und eine neue Benutzeroberfläche bieten.

Griffin versicherte, der Fehler liege nicht bei StreamCast. Da Morpheus - wie auch Kazaa und Grokster - auf der FastTrack-Software basiert, führt er die Probleme auf ein Update der lizenzierten Software zurück.

StreamCast habe keine Einblicke in die FastTrack-Technologie selbst. Auch gebe es bezüglich des Upgrades weder Kontakte zum niederländischen Programmiererteam, noch zum neuen australischen Besitzer Sharman Networks.

Die Störung des Morpheus-Download bedeutet aber, dass die Technologie nicht so unabhängig ist wie die Betreiber StreamCast, Kazaa und Grokster immer behaupten.

"Wir haben immer gesagt, dass sie das System kontrollieren können. Das ist der Beweis", kommentierte Matt Oppenheim, Vizepräsident der Record Industry Association of America ( RIAA ), den Morpheus-Ausfall.

"Ich weiß nicht, wie wir auf die Kompatibilität mit jemanden bauen können, dem es offensichtlich möglich ist, uns auszuschalten", erläuterte Griffin den Wechsel zu Gnutella.

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