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Morgan Stanley: Google wechselt von Intel zu AMD

Schlappe für Intel: Google setzt bei seinen Server-Chips künftig auf Prozessoren von AMD. Dies meldet Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg. Damit würde Intel einen seiner größten Kunden verlieren.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel verliert mit Google nach Medienberichten einen seiner großen Kunden an den Rivalen AMD . Google werde künftig Prozessoren von AMD statt von Intel für seine großen Server nutzen, berichtet die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Die Agentur beruft sich dabei auf einen Report des Finanz-Instituts Morgan Stanley. Der Suchmaschinenbetreiber habe bei seinen Einkäufen für seine insgesamt 200.000 Server bereits begonnen, auf die "Opteron"-Chips des Intel-Konkurrenten umzustellen, hieß es.

"Bei den meisten kurzfristigen Einkäufen hat sich Google bereits erstmals für AMDs Opteron entschieden", wird Mark Edelstone, Analyst bei Morgan Stanley zitiert. Diese Entscheidung könne AMD ein erhebliches Wachstum seines Server-Geschäfts bescheren und helfen, die Erwartungen der Analysten für das laufende Quartal zu erfüllen. Dem Marktführer und Erzrivalen Intel dürfte diese Entscheidung dagegen einen schweren Schlag versetzen, zumal Intel-Chef Paul Otellini zu den Vorstandsmitgliedern von Google zählt.

Mit neuen Doppelkern-Prozessoren hatten sich die Erzrivalen AMD und Intel in den vergangenen zwei Jahren einen erbitterten Wettkampf geliefert. Die Entscheidung von AMD, bei der Markteinführung der neuen Chips zunächst statt auf den Verbrauchermarkt auf den lukrativen Servermarkt zu setzen, hatte sich kurz nach Marktstart bereits ausgezahlt. Nach Angaben von Bloomberg hat die Nummer zwei unter den Chipherstellern erstmals seit vier Jahren wieder einen Marktanteil von 20 Prozent erreicht.

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