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Monster-Phish-Zug

06.09.2006 | 16:32 Uhr |

Nutzer der Job-Suchmaschine Monster.de sollen als Geldwäscher angeworben werden.

PhishinGoogle-Mails dienen stets dazu, an Zugangsdaten für geschützte Websites zu gelangen. Meist sind es Bankkunden, die zu Zielscheiben für Phishing-Angriffe werden. Die Täter müssen das derart ergaunerte Geld auf andere Bankkonten transferieren und ihre Spuren verwischen. Das Sicherheitsunternehmen Websense berichtet über Mails, die auf Nutzer der Job-Suchmaschine Monster.de aus sind, mit denen Geldwäscher angeworben werden sollen.

Die Täter versenden Mails, in denen den Empfängern mitgeteilt wird, ihre Bewerbung sei auf Monster.de gefunden worden. Als vorgeblicher Absender der Mails ist eine Firma "Saphire Technologies" angegeben. Die Empfänger werden aufgefordert ein Formular auszufüllen, um die Bewerbung und Einstellung abzuschließen.

Das vermeintliche Job-Angebot enthält Angaben über ein zu erwartendes Gehalt und hinzu kommende Boni. Die Bewerber sollen einem in der Mail enthaltenen Link auf eine (Phishing-) Website folgen und dort ihre persönlichen Angaben vervollständigen und auch ihre Bankverbindung angeben.

Die Job-Beschreibung offenbart, dass es einmal mehr darum geht, ein privates Girokonto zur Geldwäsche zu Verfügung zu stellen. Die Angeworbenen soll erhaltene Zahlungen per Western Union an eine ihnen mitgeteilte Person oder Firma transferieren. Dafür sollen sie einen Teil der jeweiligen Summe als Provision erhalten.

Die angeworbenen Geldwäscher machen sich strafbar und fliegen in aller Regel sehr schnell auf. Zu der zu erwartenden Strafe kommen dann noch die Schadensersatzforderungen der Banken, die das von den Betrügern ergaunerte Geld zurück verlangen. Das haben die Mittäter jedoch meist nicht mehr, da sie es schon weitergeleitet haben. Es kommt also auch noch ein Berg von Schulden auf sie zu.

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